Finanzminister John Mbadi hat dringende Gespräche mit Präsident William Ruto angekündigt, um auf die steigenden Kraftstoffpreise zu reagieren. Dieser Schritt folgt auf Streikdrohungen von Verkehrsbetrieben, die für Montag, den 18. Mai, landesweite Arbeitsniederlegungen angekündigt hatten. Die jüngste Überprüfung durch die EPRA führte zu einem deutlichen Anstieg der Benzin- und Dieselpreise für den Zeitraum Mai-Juni 2026.
Mbadi äußerte sich am Samstag, den 16. Mai, während einer Tour der ODM in Nyakach im County Kisumu. Er erklärte, die Regierung werde ein sofortiges Treffen mit Ruto anstreben, um Wege zur Senkung der Erdölpreise zu finden. Mbadi verwies dabei auf bestehende Maßnahmen wie das Kraftstoffstabilisierungsprogramm und die reduzierte Mehrwertsteuer auf Kraftstoffprodukte.
Die Preiserhöhungen resultieren aus der am 14. Mai veröffentlichten EPRA-Überprüfung. Superbenzin verteuerte sich um 16,65 KES auf 214,25 KES pro Liter, während der Dieselpreis um 46,29 KES auf 242,92 KES pro Liter anstieg. Verkehrsverbände, darunter Autofahrer, Boda-Boda-Fahrer und Matatu-Betreiber, veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung, in der sie der Regierung ungerechtfertigte Preiserhöhungen vorwarfen.
Ndindi Nyoro forderte unterdessen Parlamentssprecher Moses Wetang'ula auf, das Parlament zu einer Sondersitzung einzuberufen, um weitere Preissenkungen von bis zu 27 KES pro Liter zu erörtern. Mbadi verteidigte die Regierung und nannte globale Marktkräfte als Hauptursache für die Preisanstiege.