Die Haushaltskontrolleurin Margaret Nyakang’o hat davor gewarnt, dass Kenia ohne dringende Maßnahmen bei Auslandsschulden in Höhe von 3,32 Billionen Shilling, die innerhalb eines Jahres fällig werden, zahlungsunfähig werden könnte. Sie erklärte, dass Vorschläge zur Ausgabenkürzung und Einnahmensteigerung von den Beamten des Finanzministeriums ignoriert wurden. Dies könnte die Finanzierung von Gesundheits-, Bildungs- und Sicherheitsdiensten gefährden.
Die Haushaltskontrolleurin Margaret Nyakang’o äußerte die Warnung vor dem Ausschuss für öffentliche Schulden der Nationalversammlung. Sie wies darauf hin, dass die Staatsverschuldung zum 31. Dezember 2025 bei 12,3 Billionen Shilling lag, was die Regierung dazu zwingt, verstärkt und zu hohen Kosten im Inland Kredite aufzunehmen.
"Ein hoher Schuldentilgungsbetrag erhöht die finanziellen Risiken und den kurzfristigen Druck", sagte Dr. Nyakang’o. Sie fügte hinzu, dass die Abhängigkeit von kurzfristigen Darlehen die Regierung wiederholten Refinanzierungsrisiken aussetzt.
Die Regierung hat Zahlungen für Garantien in Höhe von 53,6 Milliarden Shilling verzögert, was Zweifel an ihrer Rückzahlungsfähigkeit aufkommen lässt. Die Abwertung des kenianischen Shilling gegenüber wichtigen Währungen hat zudem die Kosten für den Schuldendienst im Ausland in die Höhe getrieben.
Ein Bericht der Rechnungsprüferin Nancy Gathungu zeigt, dass die Regierung im Zeitraum von 2020/21 bis 2023/24 6,6 Milliarden Shilling an Bereitstellungszinsen für nicht abgerufene Kredite gezahlt hat. Dies hat wesentliche Dienstleistungen und Entwicklungsprojekte beeinträchtigt.