Die äthiopische Regierung hat ihre Eurobond-Zahlung im Rahmen ihrer Bemühungen zur Verbesserung ihres Schuldenprofils unter dem Gemeinsamen Rahmenwerk der G20 auf das nächste Geschäftsjahr verschoben.
Finanzminister Ahmed Shide kündigte die Umplanung der Teilzahlung für die 1-Milliarde-Dollar-Euroanleihe an, die ursprünglich für das Geschäftsjahr 2025/26 vorgesehen war. Der Schritt entspricht dem Grundsatz der Vergleichbarkeit der Behandlung, um sicherzustellen, dass private Gläubiger keine besseren Konditionen erhalten als offizielle bilaterale Kreditgeber. Äthiopien hat sich als einen Pfeiler seiner Strategie die Unterstützung von IWF und Weltbank gesichert. Zudem wurde eine Absichtserklärung mit dem offiziellen Gläubigerausschuss unterzeichnet, der 15 Nationen vertritt. Die Verhandlungen mit China kamen durch die Unterzeichnung eines Verhandlungsprotokolls voran, was den Weg für die Wiederaufnahme von Zahlungen in den letzten Monaten des laufenden Geschäftsjahres ebnet. Die Gespräche mit privaten Eurobond-Gläubigern dauern an, wobei jede Vereinbarung der Zustimmung der offiziellen Gläubigergruppe bedarf. Die Regierung hat in diesem Jahr 463,4 Milliarden Birr für den Schuldendienst bereitgestellt und in den ersten neun Monaten bereits 226,8 Milliarden Birr gezahlt. Die Verantwortlichen streben an, bis zum Ende des Geschäftsjahres eine umfassende Umschuldungsvereinbarung abzuschließen.