Der äthiopische Finanzminister Ahmed Shide forderte auf dem 28. Ministertreffen der Afrikanischen Entwicklungsbank, das parallel zu den Frühjahrstagungen der Weltbank und des IWF stattfand, eine verstärkte finanzielle Unterstützung für den Bau künftiger Straßenkorridore. Äthiopien nahm an dem Treffen teil.
Der äthiopische Finanzminister Ahmed Shide hob bei dem Treffen die Erfolge einer Halbzeitbilanz von vier Straßenkorridoren hervor. Beamte berichteten von der Mobilisierung von 3,8 Milliarden Dollar für den Bau von mehr als 9.100 Kilometern. Seit 2019 haben Entwicklungspartner 2,7 Milliarden Dollar für diese Projekte bereitgestellt. "Die finanzielle Unterstützung für den Bau künftiger Straßenkorridore muss intensiviert werden", erklärte Shide. Er wies auf den Status Äthiopiens als Binnenstaat mit über 130 Millionen Einwohnern hin, der für den Handel stark auf Verkehrskorridore angewiesen ist. Investitionen in diese Wirtschaftskorridore seien entscheidend, um den Handel zu erleichtern, die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und Arbeitsplätze zu schaffen. Die Minister befassten sich mit den verbleibenden Finanzierungslücken zur Fertigstellung der Projekte. Das Treffen betonte die Notwendigkeit, Finanzierungslösungen zu integrieren, Lücken zu schließen und das volle wirtschaftliche Potenzial zu nutzen, um die Korridorinitiativen zu beschleunigen, und rief zu entsprechenden Maßnahmen auf.