Die äthiopische Regierung hat sich den Oktober 2026 als Frist für den Abschluss der Umschuldungsvereinbarungen mit bilateralen und kommerziellen Gläubigern gesetzt. Dieser Schritt folgt auf vorangegangene Abkommen mit dem IWF und offiziellen Gläubigern im Rahmen des Gemeinsamen Rahmenwerks der G20.
Die äthiopische Regierung zielt darauf ab, alle verbleibenden Umschuldungsmaßnahmen bis Oktober 2026 abzuschließen. Dies markiert die letzte Phase der Bemühungen zur Wiederherstellung der makroökonomischen Stabilität.
Äthiopien erzielte im Juli 2024 eine Einigung mit dem IWF. Im März 2025 folgte eine grundsätzliche Einigung mit dem offiziellen Gläubigerausschuss, und im Juli 2025 wurde ein förmliches Memorandum of Understanding unterzeichnet.
Frankreich war Anfang 2026 das erste Land, das ein bilaterales Abkommen unterzeichnete. Das Abkommen umfasst zudem 81,5 Millionen Euro zur Unterstützung der zweiten Phase des Programms für hausgemachte Wirtschaftsreformen (Homegrown Economic Reform).
Die Verhandlungen mit kommerziellen Gläubigern, die etwa 10 Prozent der Auslandsschulden halten, stehen nun im Mittelpunkt. Dies betrifft auch Inhaber einer 1-Milliarde-Dollar-Euroanleihe, die im Dezember 2024 fällig wurde.
Durch finanzpolitische Disziplin hat die Regierung das Verhältnis von Schulden zum BIP von 56 Prozent im Jahr 2018 auf 37 Prozent bis Ende 2025 gesenkt.