Die chilenische Delegation hat sich bei einer von Kuba initiierten Abstimmung der UN-Generalversammlung über das US-Embargo enthalten. Dieser Schritt markiert eine Abkehr von der bisherigen Haltung der Regierung von Gabriel Boric.
Die Abstimmung fand am Dienstag dieser Woche während der Sitzung der Generalversammlung statt. Sie fand die Unterstützung von 136 Ländern, während neun dagegen stimmten und sich 30 enthielten, darunter Chile.
Botschafter Roberto Ampuero rechtfertigte die Enthaltung mit dem Hinweis, dass das Thema auf eine binäre Weise behandelt werde, die die Komplexität der Situation nicht widerspiegele. Er fügte hinzu, dass Chile bekräftige, dass das kubanische Volk frei über sein politisches, wirtschaftliches und soziales Schicksal entscheiden müsse.
Diese Haltung rückt Chile näher an die Positionen der Vereinigten Staaten und Argentiniens unter der Regierung von José Antonio Kast. Während der Amtszeit von Boric hatte Chile konsequent Initiativen gegen das Embargo unterstützt.