Roberto Morales Ojeda beschuldigte die Vereinigten Staaten, durch Sanktionen und Druck die totale Herrschaft über Kuba anzustreben.
Am 24. Juni postete Roberto Morales Ojeda, Mitglied des Politbüros und Sekretär der Organisation des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas, auf Facebook, dass die Politik Washingtons darauf abziele, die Kontrolle über die Insel zu erlangen. Er merkte an, dass in der Vergangenheit jede Entscheidung vom US-Botschafter in Havanna abgesegnet werden musste. Morales Ojeda sagte, dass souveräne kubanische Entscheidungen lediglich auf Verachtung, Sanktionen und trügerische Argumente stoßen. Der Funktionär betonte, dass Kuba weiterhin für einen Dialog auf der Grundlage gegenseitigen Respekts offen sei und keine Bedrohung darstelle. Er fügte hinzu, dass die Alternative Washingtons darin bestehe, Knappheit und Verzweiflung zu provozieren, was von der UN als Völkermord definiert werde. Die Aussagen fallen in eine Zeit bilateraler Spannungen und der Verschärfung der seit mehr als sechs Jahrzehnten bestehenden Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade sowie eines Energieembargos.