Díaz-Canel verteidigt Multilateralismus gegen Zwangsmaßnahmen in Genf

Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel Bermúdez richtete eine Botschaft an die Zweite Internationale Konferenz über einseitige Zwangsmaßnahmen in Genf, die am 10. April zu Ende ging. Er betonte Kubas Vertrauen in den Multilateralismus und die Diplomatie zur Wahrung des Friedens inmitten der US-Blockade. Er hob die humanitären Auswirkungen des verschärften Energieembargos hervor.

Miguel Díaz-Canel Bermúdez, Erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und Präsident der Republik, erklärte, dass Kuba trotz widriger Bedingungen auf den Multilateralismus und die Diplomatie als die einzigen wirksamen Instrumente für Frieden und nachhaltige Entwicklung vertraue.

Er verwies auf die kürzliche Ankunft des russischen Tankers Anatoly Kolodkin mit 100.000 Tonnen Treibstoff, die von den Kubanern nach über drei Monaten einer von den USA verhängten Energieblockade gefeiert wurde. Die Blockade drohe mit Zwangsmaßnahmen gegen Länder, die Treibstoff nach Kuba exportieren, was Menschenrechte und Handelsfreiheiten verletze, prangerte er an.

Díaz-Canel skizzierte die Auswirkungen: anhaltende Stromausfälle, Mangel an Wasser und Flüssiggas, 96.000 Kubaner – darunter 11.000 Kinder –, die aufgrund des Strommangels auf Operationen warten, 16.000 Strahlentherapiepatienten und 2.888 Dialysepatienten seien betroffen. Schulen und Universitäten seien auf hybriden Unterricht umgestiegen, der Verkehr sei zum Erliegen gekommen und die Lebensmittelproduktion sei schwer beeinträchtigt.

Er forderte internationale Institutionen dazu auf, sich diesen Maßnahmen entgegenzustellen, und schlug eine Arbeitsgruppe des Menschenrechtsrats sowie ein verbindliches Rechtsinstrument für deren Aufhebung vor. Er dankte für die weltweite Solidarität gegen die Blockade und bekräftigte die unerschütterliche Verteidigung der kubanischen Souveränität.

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