Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel Bermúdez trat vor nationaler und internationaler Presse auf, um drängende Themen zu besprechen, darunter die US-Energiesperre, die Beziehungen zu Venezuela und die Aussichten für einen Dialog mit Washington. Er hob Kubas Widerstand gegen imperiale Druckausübung und die erlangte internationale Solidarität hervor. Er betonte, dass Kuba in dieser Krise nicht allein steht.
Miguel Díaz-Canel Bermúdez, Erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und Präsident der Republik, beantwortete Fragen zur komplexen kubanischen Realität, die durch die US-militärische Aggression gegen Venezuela und die jüngste Ölsperre auf der Insel verschärft wurde. nnEr wies US-Theorien eines Zusammenbruchs auf Kuba als Konstrukte zurück, die darauf abzielen, die Revolution durch wirtschaftliche Erdrosselung und militärische Bedrohungen zu stürzen. Er zitierte den US-Präsidenten: „Sie sagten, sie hätten allen möglichen Druck gegen Kuba ausgeübt und gaben damit zu, dass es keinen gescheiterten Staat gibt, sondern einen Staat, der mit großem Widerstand der maximalen wirtschaftlichen Druck der hegemonialen Weltmacht standgehalten hat“. nnZu Venezuela klärte Díaz-Canel, dass die Beziehungen keine Abhängigkeit, sondern eine solidarische Zusammenarbeit darstellen, die über 25 Jahre durch das umfassende Kooperationsabkommen geschmiedet wurde. Sie umfasst Energie, Bildung, Gesundheit und Industrie und führte zu ALBA-TCP und Petrocaribe. Der Tausch medizinischer Dienstleistungen gegen Kraftstoff war entscheidend, wurde jedoch durch Sanktionen und die jüngste Seeblockade behindert, die Öllieferungen verhindert. nn„Die Beziehung zu Venezuela beschränkt sich nicht auf den Austausch von Waren und Dienstleistungen; es handelt sich um Kooperation und Integration als brüderliche Nationen“, erklärte er. nnZur internationalen Solidarität stellte er fest, dass sofortige Unterstützung von Russland, China und anderen nach der Ankündigung der Energiesperre kam. „Kuba ist nicht allein; es gibt Regierungen und Institutionen, die zu kooperieren bereit sind, auch wenn der Feind jeden Weg beschreitet“, versicherte er. nnDíaz-Canel rief die Welt auf, den Multilateralismus gegen Unterwerfung durch Gewalt zu verteidigen, und verwies auf einen von den USA geführten ideologischen, kulturellen und medialen Krieg. Er forderte den Globalen Süden auf, sich über Blöcke wie BRICS und die Bewegung der Blockfreien zu koordinieren. nnSchließlich bekräftigte er Kubas Bereitschaft zum Dialog mit den Vereinigten Staaten ohne Druck oder Vorbedingungen, auf Augenhöhe und unter Respekt der Souveränität, zu Themen wie Migration, Sicherheit und Umwelt. Diese Haltung, die von Fidel Castro und Raúl Castro übernommen wurde, zielt auf zivilisierte Nachbarschaftsbeziehungen ab, die beiden Völkern zugutekommen.