Die Weltranglistensiebte Coco Gauff hat vor den kommenden Meisterschaften ihre Einschätzung zur 20-prozentigen Erhöhung des Preisgelds in Wimbledon abgegeben. Spieler, darunter Gauff, planen in der ersten Woche einen Medienprotest bezüglich der Umsatzbeteiligung. Der All England Club hat sein Angebot verteidigt und dabei auf seinen gemeinnützigen Status verwiesen.
Gauff begrüßte den Zuwachs, erklärte jedoch, dass er hinter den Forderungen zurückbleibe. „Wir begrüßen und schätzen die Erhöhung definitiv, aber sie liegt immer noch unter dem Niveau von 2016 und unter den 16 Prozent, die wir fordern“, sagte sie in einem Interview vor dem Turnier. Sie fügte hinzu, dass die Einnahmen im vergangenen Jahrzehnt deutlich gestiegen seien und forderte einen größeren Anteil für die Spieler.
Der gesamte Preispool beläuft sich auf 64,2 Millionen Pfund, wobei die Sieger im Einzel jeweils 3,6 Millionen Pfund erhalten. Verlierer der ersten Runde erhalten 80.000 Pfund. Die Spieler werden ihre Medienverpflichtungen in der ersten Woche auf 15 Minuten begrenzen, um darauf hinzuweisen, dass Wimbledon etwa 14,4 Prozent der Einnahmen als Preisgeld ausschüttet.
Gauff betonte, dass sich der Protest auch auf die Unterstützung für Spieler außerhalb der Weltspitze beziehe. Jannik Sinner und Aryna Sabalenka gehören zu denjenigen, die sich voraussichtlich an der Aktion beteiligen werden. Die Vorsitzende des All England Club, Debbie Jevans, erklärte, dass die Einnahmen allein nicht die Beiträge des Clubs zum Tennissport widerspiegeln würden.