Ben Shelton hat den Medienprotest in Wimbledon unterstützt und betont, dass Governance-Fragen wichtiger sind als das Preisgeld allein.
Der Weltranglisten-Fünfte erklärte gegenüber Tennishead beim Giorgio Armani Tennis Classic, dass die Spieler einen offiziellen Rat und ein Mitspracherecht bei Entscheidungen der Grand Slams benötigen. Er sagte, das 15-minütige Limit für Pressekonferenzen spiegele eine breitere Frustration über Zeitpläne wider, die Veranstaltungen wie die US Open inzwischen auf 21 Tage und die meisten Masters-1000-Turniere auf zwei Wochen ausdehnen.
Shelton merkte an, dass die Tour für viele Topspieler untragbar geworden sei und verwies auf die jüngsten Absagen von Carlos Alcaraz und anderen. Er fügte hinzu, dass Entscheidungen über Turnierdauer und das Wohlergehen der Spieler ohne ausreichende Beteiligung der Athleten getroffen würden.
Der All England Club hat das Preisgeld in diesem Jahr um 20 Prozent auf 64,2 Millionen Pfund erhöht. Die Spieler fordern aktuell 16 Prozent der Einnahmen und bis 2030 einen Anteil von 22 Prozent, wobei der Club dieses Ziel als unrealistisch bezeichnet hat. Shelton räumte ein, dass er nicht alle Antworten habe, hofft aber, dass die Entscheidungsträger die physische Belastung der Athleten anerkennen.
Shelton reist nach seinem Titelgewinn auf Rasen in Stuttgart und dem Erreichen des Viertelfinals in Halle nach Wimbledon. Sein bestes Ergebnis in Wimbledon bleibt das Viertelfinale aus dem letzten Jahr.