Ein High Court im Bundesstaat Kaduna hat einen neuen Kautionsantrag des ehemaligen Gouverneurs Nasir El-Rufai abgewiesen, nachdem das National Hospital Abuja einen zur Unterstützung vorgelegten medizinischen Bericht als nicht von ihnen stammend zurückgewiesen hatte.
Richter Darius Khobo lehnte den Antrag am 2. Juli 2026 ab. In dem Gesuch wurde behauptet, dass El-Rufai wegen eines fortgeschrittenen metastasierenden Prostatakarzinoms in Nigeria nicht verfügbare Behandlungen benötige. Die Independent Corrupt Practices and Other Related Offences Commission (ICPC) legte Beweise des ärztlichen Direktors des Krankenhauses, Prof. Muhammad Raji Mahmud, vor, aus denen hervorgeht, dass es keine Aufzeichnungen über eine Behandlung von El-Rufai in der Einrichtung gibt und der Bericht nicht autorisiert war.
Das Gericht entschied, dass das als nicht authentisch zurückgewiesene Dokument den Kautionsantrag nicht stützen könne. Es wies die ICPC an, El-Rufai während des Prozesses Zugang zu seinen persönlichen Ärzten zu gewähren und ihn zu einer von ihm gewählten diagnostischen Einrichtung in Nigeria zu begleiten.
El-Rufai sieht sich mit einer Anklage in neun Punkten konfrontiert, die unter anderem die Erlangung von Vorteilen durch falsche Angaben und die unredliche Verwendung von Kreditmitteln umfasst. Er hat auf nicht schuldig plädiert. Dies ist sein dritter erfolgloser Kautionsantrag; er bleibt in Gewahrsam der ICPC und steht zudem in einem separaten Verfahren vor dem Federal High Court in Kaduna.