Der amtierende Schach-Weltmeister D Gukesh ist trotz kürzlich enttäuschender Leistungen in positiver Stimmung in Prag angekommen, vor dem International Chess Festival. Der 19-jährige indische Großmeister möchte in einem kompetitiven Masters-Feld ab dem 25. Februar 2026 wieder in Form kommen. Bei einer Pressekonferenz äußerte er Optimismus und betonte volle Einsatzbereitschaft bei jedem Turnier.
Für D Gukesh begann 2026 enttäuschend mit dem neunten Platz beim Tata Steel Chess in Wijk aan Zee, Niederlande, wo er 6,5 Punkte erzielte – das beste Ergebnis unter den vier Indern. Dies folgte auf gedämpfte Resultate beim FIDE Grand Swiss und FIDE World Cup Ende 2025. Trotz dieser Rückschläge wirkte Gukesh bei einer Pressekonferenz vor dem Prague International Chess Festival aufgeräumt, wo er im Masters-Bereich antritt. Das Event markiert einen historischen Moment, da erstmals seit 95 Jahren ein amtierender Weltmeister eine klassische Partie auf dem Gebiet des ehemaligen Tschechoslowakei spielt. Gukesh, als Zweiter gesetzt und auf Platz 10 der Live-Weltrangliste, trifft auf starke Gegner wie Top-Seed Vincent Keymer (Platz 4) und Nodirbek Abdusattorov, der kürzlich Tata Steel Masters gewann. Die indische Vertretung umfasst Titelverteidiger Aravindh Chithambaram (Siebter gesetzt) sowie weitere wie Hans Niemann, Parham Maghsoodloo, Jorden van Foreest, Nodirbek Yakubboev, David Anton Guijarro und David Navara. Im Challengers-Bereich führen Surya Shekhar Ganguly und Divya Deshmukh die indische Herausforderung an. Gukesh blickte auf seinen letzten Prag-Besuch 2024 vor dem Kandidatenturnier zurück: „Seit dem letzten Mal 2024 hat sich viel geändert... Das Ziel war, das Event zu gewinnen, und es ist dasselbe hier.“ Er ergänzte, dass sein Ansatz darin besteht, in jeder Partie 100 Prozent zu geben, mit allgemeiner Verbesserung als laufendem Ziel, während er sich auf die Titelverteidigung später 2026 vorbereitet. Auf Frage zu möglichen Gegnern im kommenden Kandidatenturnier äußerte Gukesh den Wunsch, gegen Landsmann R Praggnanandhaa anzutreten: „Persönlich würde ich gerne gegen Pragg spielen. Es wäre ein indisches Duell und großartig für die indischen Fans.“ Gukesh kommentierte auch Wladimir Kramniks Vorwürfe des Betrugs: Er lehne unfairen Spiel ab, unterstütze aber nicht Kramniks Methoden: „Ich unterstütze das nicht... Die Leute machen daraus ein größeres Problem, als es ist. Ich denke, es sollte mehr Harmonie und Frieden im Schach geben.“ Das neunrundige Masters-Turnier bietet Gukesh die Chance, Schwung für ein anspruchsvolles Jahr wieder aufzubauen.