Der gewaltsame Tod von Quentin Deranque, einem nationalistischen Aktivisten, der in Lyon gelyncht wurde, hat Kontroversen um La France insoumise (LFI) ausgelöst. Mitglieder der antifaschistischen Gruppe Jeune Garde, die mit LFI verbündet ist, werden beschuldigt, am Angriff beteiligt gewesen zu sein. Jean-Luc Mélenchon verteidigte die Gruppe, was Kritik am Wahleinfluss für seine Partei vor der Präsidentschaftswahl provoziert.
Quentin Deranque, ein nationalistischer Aktivist, wurde in Lyon bei einem Lynchmord getötet, ein Ereignis, das La France insoumise (LFI) in politische Turbulenzen stürzt. Laut Quellen werden Mitglieder oder Zugehörige der antifaschistischen Gruppe Jeune Garde, die als loyaler Verbündeter von LFI gilt, beschuldigt, an dieser tödlichen Gewalt beteiligt gewesen zu sein. Jean-Luc Mélenchon, Führer von LFI, bekräftigte seine Sympathie für die Gruppe in einer Pressekonferenz am Montagabend und schloss traditionelle Medien zugunsten von 'neuen Medien' aus, die seiner Sache freundlich gesinnt sind. Zunächst machte Mélenchon das Fehlen der Polizei am Tatort verantwortlich, dann stellte er sich als Opfer des zunehmenden Faschismus in Frankreich dar. Sophia Chikirou, Sprecherin von LFI, bezeichnete einige Medien als 'Nazis mit kleinen Füßen', in Anspielung auf einen Satz von Simone Veil. Diese Äußerungen haben die Kritik verschärft; Beobachter sehen darin eine kalkulierte Strategie für die Präsidentschaftswahl, trotz Risiken für die Kommunalwahlen 2026. LFI verweigert sich, Raphaël Arnault, Mitbegründer der Bewegung und Abgeordneter, fallen zu lassen, dessen parlamentarischer Mitarbeiter wegen 'Beihilfe zum vorsätzlichen Mord durch Anstiftung' in diesem Fall angeklagt ist. Manuel Bompard, Koordinator von LFI, erklärte, die Partei trage 'keine Verantwortung, weder gerichtlich, moralisch noch politisch', bis die Ermittlungen abgeschlossen sind. Teile der Linken hoffen, dass diese Kontroverse einen Wendepunkt für Mélenchon darstellt, der mehrmals für politisch tot erklärt wurde. Publizisten wie Yves Thréard nennen LFI die 'rote Pest' und kritisieren die Empörung des Insoumis-Führers, seine Fehler nicht anzuerkennen. Guillaume Tabard bemerkt, dass bei den Insoumis 'nichts ein Versprecher ist, alles ist kalkuliert', um sich für die Stichwahl zu positionieren. Dieser Fall wirft ein neues Licht auf linke Allianzen und Wahlabsprachen, einige fordern einen 'Sperrkordon' gegen LFI.