Delhis erste Frauenpolizeistation in Sabzi Mandi hat einen Monat nach ihrer Einweihung am 19. Juni ihre erste Bilanz gezogen. Beamte berichten von neun registrierten Strafanzeigen und hunderten eingegangenen Beschwerden, trotz einiger Herausforderungen bei der Koordination.
Die unter der Leitung von Dienststellenleiterin Laxmi Singh stehende Station zielt darauf ab, Straftaten gegen Frauen gezielt zu bearbeiten. Im ersten Monat wurden jeweils zwei Anzeigen nach dem POCSO-Gesetz sowie wegen Vergewaltigung und Belästigung registriert, dazu drei Fälle im Zusammenhang mit Mitgift. Zudem wurden Fälle übernommen, die zuvor von der örtlichen Dienststelle für Straftaten gegen Frauen bearbeitet wurden.
Insgesamt gingen 154 neue Beschwerden bei der Station ein, von denen bislang 23 bearbeitet wurden. Zudem wurden 298 weitere Beschwerden von der Dienststelle für Straftaten gegen Frauen übernommen, von denen 47 gelöst werden konnten. Fünfundzwanzig Beschwerden wurden während einer Jan-Sunwai-Sitzung in der vergangenen Woche behandelt.
Die Erfahrungen der Beschwerdeführerinnen sind unterschiedlich. Eine Frau gab an, die Station gewählt zu haben, weil sie das Gefühl hatte, dort „angehört zu werden“. Eine andere berichtete, über eine Stunde auf eine Beamtin gewartet zu haben, die jedoch nicht erschien. Die Dienststellenleiterin räumte den Bedarf an mehr geschulten Beratern und Personal ein und merkte an, dass bei einer genehmigten Stärke von 57 Mitarbeitern derzeit nur 35 bis 40 im Dienst seien.