Das erste Direktschiff aus China und dem Fernen Osten, das 5.089 TEUs befördert, hat am Onne Multipurpose Terminal im Bundesstaat Rivers festgemacht. Dieser Dienst verspricht kürzere Transitzeiten und reduzierte Frachtkosten für Importeure im östlichen Nigeria. Terminalbetreiber heben seine Rolle bei der Stärkung des maritimen Korridors der Region hervor.
Am 9. November 2025 legte das liberiaisch registrierte Schiff Dorine V der Mediterranean Shipping Company (MSC) am Onne Multipurpose Terminal (OMT) im Hafen Onne, Bundesstaat Rivers, an. Dieses Schiff mit einer Kapazität von 5.089 Twenty-Foot Equivalent Units (TEUs) segelte direkt aus China und dem Fernen Osten und markiert eine bedeutende Entwicklung für den maritimen Sektor im Osten Nigerias.
Der Geschäftsführer des OMT, Nicolo Scannavini, beschrieb das Schiff als eines der größten, das je einen Hafen im östlichen Nigeria angelaufen hat, mit einer Tragfähigkeit von 68.383 Tonnen, einem Bruttoraumgehalt von 54.193 Tonnen und einer Gesamtlänge von 294 Metern. Er merkte an, dass der direkte Anlauf traditionelle Verzögerungen durch Umladungen eliminiert, was zu kürzeren Transitzeiten, vorhersehbareren Ankünften und niedrigeren Frachtkosten für Waren aus China und dem Fernen Osten führt.
„Wenn größere Schiffe direkt anlaufen, profitiert das gesamte Ökosystem, weil Skaleneffekte greifen und das Wachstum, die Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung anregt“, sagte Scannavini. Er fügte hinzu, dass dies zu schnelleren Lieferketten, erhöhter Frachtverfügbarkeit und erweiterten kommerziellen Chancen für Agenten, Hersteller und Händler führt.
Der Dienst verbessert auch die Zuverlässigkeit für Unternehmen, indem er direkte Entladung der Fracht ermöglicht, Schiffszeiten verkürzt und Gebühren senkt. Scannavini erwartet, dass er den nicht-ölabhängigen Handel Nigerias stärkt und mehr globale Reedereien zu östlichen Häfen lockt. Er drängte die Nigerian Ports Authority (NPA), Ausbaggerungsarbeiten zu beschleunigen, ein zweites Wendemanöverbecken zu schaffen und den Kanal zu vertiefen, um noch größere Schiffe aufzunehmen.
Der Regionalleiter der MSC für Süd-Süd- und Süd-Ost-Nigeria, Oscar Aguocha, betonte das Engagement des Unternehmens für den Markt, der im Vergleich zum Vorjahr um 27 Prozent gewachsen ist. Mit dieser Route können Sendungen aus China und Ostasien in 40 bis 42 Tagen eintreffen. Aguocha ermutigte Unternehmen, den Korridor für seine Geschwindigkeit, Sicherheit und Kosteneffizienz zu nutzen.