Beim Rotterdam Film Festival lobte Regisseur Kleber Mendonça Filho den Oscar-nominierten Schauspieler Wagner Moura für seine Großzügigkeit in 'The Secret Agent', das vier Oscar-Nominierungen erhielt. In einer Big-Talk-Session sprach Mendonça Filho über das Ensemble des Films und kritisierte veraltete Casting-Praktiken, die auf Äußerlichkeiten fokussiert sind. Er teilte auch Einblicke in Kino, Familien und kulturelle Authentizität.
Kleber Mendonça Filho, Regisseur des Oscar-nominierten Films 'The Secret Agent', sprach am 31. Januar 2026 beim Big Talk des Rotterdam Film Festivals zusammen mit der spanischen Filmemacherin Carla Simón. Der brasilianische Regisseur lobte den Hauptdarsteller Wagner Moura, der eine Nominierung als bester Hauptdarsteller erhielt – die erste für einen Brasilianer in dieser Kategorie –, als entscheidend für den Erfolg des Films. 'The Secret Agent' erhielt vier Oscar-Nominierungen, darunter als bester Film. nMendonça Filho hob Mouras Rolle bei der Zusammenführung des Ensembles hervor: „Wagner war sehr wichtig, damit das ganze Ensemble funktioniert hat. Alles hat zusammengepasst wegen des Hauptdarstellers, der an Großzügigkeit glaubt.“ Der Film umfasst über 60 Figuren mit Sprechtexten, eine Mischung aus Profi- und Amateurschauspielern. Er betonte: „Sie sind alle großartige Schauspieler!“ nDer Regisseur kritisierte veraltete Casting-Normen und sagte während des Festival-Talks: „Es geht nicht um gutes Aussehen.“ Er reflektierte über die brasilianische Vielfalt: „Brasilien hat tolle Gesichter – wir sind eine Mischung aus vielen verschiedenen Dingen.“ Mendonça Filho setzte sich für authentische Akzente aus seiner Heimatstadt Recife ein und bemerkte, dass Schauspieler sie oft für die Arbeit verlieren, obwohl Veränderungen im Gange sind. nÜber sein Filmen sprach er davon, „wie Maniker“ zu drehen und sich auf anspruchsvolle Erzählungen über Familien und Kinder zu konzentrieren. „Ich bin fasziniert von Kindern und davon, sie mit der Kamera einzufangen“, sagte er und kritisierte zu trainierte junge Darsteller. Simón stimmte in Themen zu Familiendynamiken und der politischen Intimität von Orten überein. nMendonça Filho teilte frühe Kinuerinnerungen, beeinflusst von seiner kinobegeisterten Mutter, die Alfred Hitchcocks 'Vertigo' beschrieb, ohne es zu nennen. Beide Filmemacher verband die natürliche Darstellung komplexer Familienbande und junger Protagonisten.