Pastor Silas Malafaia hat Schauspieler Wagner Moura am Montag, den 12., getadelt, nachdem der Brasilianer den ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro in einem Interview nach der Golden-Globe-Verleihung als „Faschisten“ bezeichnet hatte. Malafaia nannte den Schauspieler einen „idioten Künstler“ und schlug vor, er solle nach Kuba ziehen. Ein bolsonaristischer Stadtrat warf Moura zudem Heuchelei vor.
Wagner Moura gewann den Golden Globe als bester Darsteller in einem Drama für The Secret Agent, einen Film, der Verfolgungen während der brasilianischen Militärdiktatur darstellt, angesiedelt in Recife in den 1970er Jahren. In einem Interview nach der Verleihung beschrieb der Schauspieler den ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro als „Faschisten“, was sofortige Rückschläge von brasilianischen Rechten auslöste. Silas Malafaia, Leiter der Kirche Assembleia de Deus Vitória em Cristo, postete am 12. Januar Kritik. Er schrieb: „Für diesen idioten Künstler ist eine gute Regierung eine, die Lehrern 18 Reais Erhöhung gibt und 18 Milliarden für das, was sie Kultur nennen.“ In einem weiteren Post warf Malafaia Moura vor, eine „korrupte Regierung“ zu fördern, und schlug vor, der Schauspieler solle nach Kuba ziehen. Rubinho Nunes, Stadtrat in São Paulo für União Brasil und erklärter Bolsonaro-Verbündeter, kommentierte ebenfalls auf X (ehemals Twitter). Nunes nannte Moura einen Heuchler und „Kaviar-Linken“ und schrieb: „Millionär, weiß, lebt in den USA, hält Reden bei einer von globalen Eliten finanzierten Preisverleihung, um Bolsonaro als „Faschisten“ zu bezeichnen. Das Drehbuch ist immer dasselbe: Lebt im amerikanischen Komfort, dämonisiert die brasilianische Rechte, entschuldigt Maduro, verehrt Che Guevara und posiert als Moralist mit Steuergeldern. Reine Kaviar-Links: Heuchelei als Filmgenre.“ Nunes, bekannt als Bolsonarist, war in Auseinandersetzungen verwickelt, wie einen körperlichen Zusammenstoß mit USP-Studenten wegen des Dosimetrie-Gesetzentwurfs, der von Präsident Lula (PT) vetoed wurde. Die Kritik unterstreicht die politischen Spaltungen in Brasilien, insbesondere bezüglich des Erbes der Bolsonaro-Regierung und der Ansichten zu engagierten Künstlern.