Senator Flávio Bolsonaro kritisierte Richter Alexandre de Moraes dafür, eine Untersuchung des Bundesrates für Medizin Brasiliens zur medizinischen Versorgung des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro aufgehoben zu haben. Die Anschuldigung folgte auf Bolsonaros Sturz in seiner Gefängniszelle mit verspäteter medizinischer Hilfe. Die Verteidigung strebt humanitären Hausarrest für den Ex-Präsidenten an.
In der Nacht des 7. Januar nutzte Senator Flávio Bolsonaro (PL-RJ) das soziale Netzwerk X, um den Richter des Obersten Bundesgerichts (STF) Alexandre de Moraes des „Leugnertums“ und des Ignorierens grundlegender medizinischer Protokolle zu beschuldigen. Die Kritik folgte darauf, dass Moraes eine vom Bundesmedizinrat (CFM) eingeleitete Untersuchung zur medizinischen Versorgung des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro im Gefängnis der Bundespolizei (PF) aufhob. nnBolsonaro erlitt ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma, nachdem er sich in der Morgendämmerung in seiner Zelle den Kopf an Möbel gestoßen hatte. Laut seinem behandelnden Arzt Brasil Caiado erfolgte die Behandlung erst etwa 24 Stunden später im DF Star Hospital. Untersuchungen bestätigten die leichte Verletzung, aber Flávio hob das Lebensrisiko für seinen Vater hervor und bezeichnete die Verzögerung sowie das Fehlen kontinuierlicher Überwachung in einer nachts verschlossenen Zelle als „inakzeptabel“. nn„Bolsonaro hätte morgens tot aufgefunden werden können. Ist das, was Moraes gegen Bolsonaro anstrebt?“, fragte der Senator in einem Post. Er verteidigte die Erklärung des CFM, die betont, dass Bürokratie nicht über menschliche Fürsorge stehen darf, und kritisierte Moraes’ Entscheidung als paranoid und gefährlich. nnMoraes begründete die Aufhebung damit, dass der CFM nicht zuständig sei, Handlungen der PF zu untersuchen. Der Richter verbot ähnliche Verfahren auf nationaler oder staatlicher Ebene, ordnete an, dass der Präsident des CFM innerhalb von 10 Tagen von der PF befragt wird, und verlangte, dass das Krankenhaus die medizinischen Berichte Bolsonaros innerhalb von 24 Stunden übermittelt. nnFlávio Bolsonaro erklärte, dass das Rechts(team des Ex-Präsidenten für humanitären Hausarrest arbeite und wies auf einen Mangel an gesundem Menschenverstand beim Berichterstatter hin. Er forderte zudem eine Stellungnahme des STF-Präsidenten Edson Fachin zur Haltung von Moraes. nnDie Bundespolizei informierte das STF über Lärmzeiten in der Nähe von Bolsonaros Zelle, und für den Ex-Präsidenten wurde ein spezielles Überwachungssystem eingerichtet.