Senator Flávio Bolsonaro kritisierte das Gefängnisregime, das seinem Vater Jair Bolsonaro auferlegt wurde, und fragte, bis wann Minister Alexandre de Moraes die Befugnis haben werde, das auszuüben, was er Folter nennt. In einer Kolumne wies Journalist Elio Gaspari die Vorwürfe zurück und stellte fest, dass Flávio das Konzept der Folter nicht verstehe, und riet ihm, Überlebende des DOI aus der Militärdiktatur zu konsultieren. Derselbe Text bezeichnet einen Umzug von Jair Bolsonaro in Brasília als reines Theater.
Senator Flávio Bolsonaro äußerte Empörung über die Haftsbedingungen seines Vaters, des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro, in einer kürzlichen Erklärung. Er fragte: „Bis wann wird Moraes die Macht haben, Folter zu betreiben?“, wobei er sich auf den Richter des Obersten Gerichtshofs Alexandre de Moraes bezog.
Als Reaktion schrieb der Journalist Elio Gaspari, Autor von Büchern über das Militärregime in Brasilien, in seiner Kolumne bei Folha de S.Paulo, dass Flávio „nichts von Folter verstehe“. Gaspari empfahl dem Senator, Hunderte von Überlebenden des Destacamento de Operações de Informações (DOI), eines Repressionszentrums während der Militärdiktatur von 1964 bis 1985, zu konsultieren.
Gaspari beschrieb zudem ein Ereignis am Donnerstag, dem 1. Januar 2026, als Jair Bolsonaro mit Motorradeskorte der Militärpolizei durch die Avenidas Brasílias zog. Laut dem Kolumnisten empfand der Ex-Präsident ein „Rückkehr zu den guten Zeiten der Präsidentschaft“, doch es handelte sich nur um eine „Papagaiada“, also ein klownhaftes Spektakel ohne Substanz.
Darüber hinaus behandelt die Kolumne andere politische Themen, wie die Bereitschaft des Gouverneurs von São Paulo, Tarcísio de Freitas, sich Ende 2025 zur Wiederwahl zu stellen, mit guten Erfolgsaussichten. Gasparis Text vom 3. Januar 2026 nimmt eine kritische Haltung gegenüber der Familie Bolsonaro ein und setzt die Aussagen in den Kontext der Geschichte der Menschenrechtsverletzungen in Brasilien.