Senator Flávio Bolsonaro (PL-RJ) kündigte am Freitag (5) an, dass er von seinem Vater, dem ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro, als Präsidentschaftskandidat für 2026 auserwählt wurde. Die Entscheidung stärkt den Einfluss der Familie im Bolsonaristen-Lager und löst Reaktionen der PT aus, die Vorteile für Lula sieht. Am Samstag (6) äußerte der argentinische Präsident Javier Milei seine Unterstützung für die Vorabkandidatur.
Am Freitag (5. Dezember 2025) bestätigte Flávio Bolsonaro, dass er von seinem Vater Jair Bolsonaro die Unterstützung erhalten hat, um sich 2026 um die Präsidentschaft zu bewerben. In einem Social-Media-Post erklärte der Senator, er nehme die Mission mit Verantwortung an und beschrieb den Ex-Präsidenten als größte politische und moralische Führungskraft Brasiliens. Die Wahl erfolgt inmitten von Spaltungen im rechtsgerichteten Lager, wobei Gouverneure wie Tarcísio de Freitas (Republicanos-SP) und Ratinho Jr. (PSD-PR) von Bolsonaro-Anhängern als unzuverlässig eingestuft werden.
Die Entscheidung wirkt sich auf die Wahlen in São Paulo aus, wo Tarcísio eine Wiederwahl anstrebt. PT-Führer wie der Bundesabgeordnete Jilmar Tatto sagen, dass die Amtszeit des Gouverneurs einen national prominenten Gegner erfordert und nennen Finanzminister Fernando Haddad sowie Vizepräsident Geraldo Alckmin als Hauptoptionen. Haddad hat bei der letzten Wahl gut abgeschnitten und Alckmin war bereits viermal Gouverneur des Bundesstaates. [...] Er [Tarcísio] ist nicht unbesiegbar, sagte Tatto. Der Landesabgeordnete Antonio Donato erwähnt das Motto nur noch 6 %, basierend auf Tarcísios Sieg in der Stichwahl 2022 gegen Haddad mit 55,27 % zu 44,73 %.
Der Regierungsfraktionsführer in der Abgeordnetenkammer, José Guimarães (PT-CE), ironisierte, die Bolsonaro-Familie habe Lula einen großen Beitrag geleistet und lobte Flávios Auswahl als den ausgeglichensten unter den Söhnen. Die Spaltung der Rechten stärkt unser Lager, sagte er. Im Ausland teilte Javier Milei den unterstützenden Post von Eduardo Bolsonaro, was die Bindung an die Familie festigt. Eine erste Datafolha-Umfrage nach der Ankündigung zeigt Flávio als Verlierer gegen Lula. Der Wettbewerb in São Paulo soll als Plattform für Lulas Wiederwahl dienen.