Der äthiopische Verband für Menschen mit körperlichen Behinderungen hat zu koordinierten Anstrengungen aufgerufen, um die Beteiligung von Menschen mit körperlichen Behinderungen an den 7. allgemeinen Wahlen zu erhöhen. Direktor Abayneh Gujo betonte die Notwendigkeit einer gemeinsamen Zusammenarbeit vor, während und nach der Wahl, um deren Einbindung zu bewerten und zu verbessern.
In Addis Abeba am 5. Miyazya 2018 (äthiopischer Kalender) erklärte der äthiopische Verband für Menschen mit körperlichen Behinderungen, dass gemeinsame Anstrengungen erforderlich seien, um die Teilhabe von Menschen mit körperlichen Behinderungen in allen Phasen des Wahlprozesses zu stärken.
Direktor Abayneh Gujo hob die Notwendigkeit flächendeckender Kampagnen für Wählerausweise im Vorfeld der Wahl, die Zusammenarbeit mit zuständigen Stellen zur Behebung von Barrieren bei der Zugänglichkeit von Registrierungsstellen sowie die Überwindung von Hürden in ländlichen Wahllokalen hervor.
Politische Parteien stehen in der Kritik, Menschen mit Behinderungen in ihren politischen Programmen nicht ausreichend zu berücksichtigen. Der Verband merkte an, dass bei Wahlkampfveranstaltungen in Fernsehsendern häufig auf Gebärdensprache verzichtet werde.
Die Gruppe forderte die Zuweisung von Verantwortlichkeiten für Gebärdensprachdolmetscher, eine bessere Anpassung der Medien an hörgeschädigte Zuschauer bei Debatten und Sendungen, barrierefreie Wahllokale und Warteschlangen sowie Quoten für behinderte Kandidaten und Entscheidungsträger in den Parteien. Zudem wurde zu einer gemeinsamen Anstrengung aufgerufen, um Herausforderungen bei der Ausstellung von Wählerausweisen zu lösen und eine gleichberechtigte Teilhabe sicherzustellen.