Ägyptens Financial Regulatory Authority (FRA) hat Verbraucherkreditunternehmen verpflichtet, Kunden gegen Tod und totale dauerhafte Invalidität zu versichern, um den Schutz der Nutzer nicht-bankischer Finanzdienstleistungen zu stärken. Die Anforderung gilt für Kunden bis 65 Jahre, mit einer Deckung in Höhe des ausstehenden Kreditsaldos.
Die Financial Regulatory Authority (FRA) in Ägypten hat Beschluss Nr. 28 des Vorstands von 2026 erlassen, der Verbraucherkreditunternehmen verpflichtet, ihren Kunden Versicherungsdeckung bereitzustellen. Diese Maßnahme soll den Schutz der Nutzer nicht-bankischer Finanzdienstleistungen verbessern, finanzielle und soziale Stabilität fördern und die Integration im nicht-bankischen Finanzsektor vorantreiben. ̰n̰n̰Gemäß dem Beschluss müssen Unternehmen Kunden, die Finanzierungen bis zum Alter von 65 Jahren aufnehmen, gegen Tod aus jeder Ursache und totale dauerhafte Invalidität versichern, wobei die versicherte Summe dem ausstehenden Finanzierungssaldo entspricht. Eine Deckung für Kunden über 65 Jahre ist bei Einigung zwischen Versicherungsgesellschaft und Finanzdienstleister zulässig. ̰n̰n̰Der Beschluss verpflichtet zudem Lebensversicherungs- und Kapitalbildungsunternehmen, ein einheitliches Versicherungsvertragsmuster für die Abdeckung von Verbraucherkreditkunden zu verwenden, wobei diese Verträge von vorgeschriebenen Servicegebühren befreit sind. Eine Frist von sechs Monaten wird den Unternehmen zur Anpassung an die neuen Regeln gewährt. ̰n̰n̰Im einheitlichen Vertrag ist die Verbraucherkreditgesellschaft der Versicherungsnehmer und die Lebensversicherungsgesellschaft der Versicherer. Die Deckung gilt für alle Kunden in genehmigten Erklärungen der Finanzgesellschaft mit automatischer Annahme ohne individuelle Underwriting. Bei Tod oder totaler dauerhafter Invalidität muss der Versicherer den Betrag – gleich dem RestSaldo – innerhalb von fünf Werktagen nach Erhalt der erforderlichen Unterlagen begleichen, einschließlich einer Kopie des nationalen Ausweises des Kunden, Sterbeurkunde oder akkreditiertem medizinischen Bericht sowie Kontoauszug des ausstehenden Schuldsaldos. ̰n̰n̰Totale dauerhafte Invalidität wird als Zustand definiert, der den Versicherten dauerhaft daran hindert, mindestens sechs aufeinanderfolgende Monate ohne medizinische Besserung zu arbeiten. Abgedeckte Fälle umfassen vollständigen Verlust des Sehvermögens oder vollständige Lähmung beider Gliedmaßen. Ausschlüsse betreffen Risiken aus Straftaten des Begünstigten, Exposition gegenüber nuklearer Strahlung oder vorbestehende HIV-Infektionen vor Vertragsabschluss. ̰n̰n̰Der Beschluss legt fest, dass Wirtschaftsgerichte für Streitigkeiten zur Umsetzung oder Auslegung des Vertrags zuständig sind. Der Versicherungsvertrag ist bei nachgewiesener Betrugs oder wesentlichen falschen Angaben nichtig.