Ägypten verpflichtet Nicht-Banken-Unternehmen zur Kompensation von 20 % der CO₂-Emissionen

Ägypten hat Nicht-Banken-Finanzinstitute mit einem Kapital über 100 Mio. EGP verpflichtet, ihren CO₂-Fußabdruck zu messen und 20 % der jährlichen Emissionen durch den Kauf von CO₂-Zertifikaten auszugleichen, kündigte Investitions- und Außenhandelsminister Mohamed Farid an. Die Erklärung erfolgte auf der Konferenz der International Finance Corporation zu Innovation für Resilienz.

Im Rahmen eines Schritts zur Stärkung der nachhaltigen Finanzierung erklärte Investitions- und Außenhandelsminister Mohamed Farid, dass Ägypten von theoretischen Nachhaltigkeitskonzepten zu einer umfassenden institutionellen Anwendung eines nachhaltigen Finanzierungssystems übergegangen sei. Farid sprach am Sonntag auf der Konferenz der International Finance Corporation (IFC) mit dem Titel „Innovation for Resilience – Financing for a Sustainable Future“, an der der Gouverneur der Zentralbank von Ägypten Hassan Abdalla, der regionale Vizepräsident der IFC für Afrika Ethiopis Tafara, der deutsche Botschafter in Kairo Juergen Schulz und der Gouverneur der Zentralbank Nigerias Olayemi Cardoso teilnahmen.  nnDer Minister erläuterte, dass Ägypten ein integriertes Paket struktureller Reformen in den Banken- und Nicht-Banken-Finanzsektoren umgesetzt habe, in Zusammenarbeit zwischen der Zentralbank und der Financial Regulatory Authority (FRA). Diese Reformen haben eine qualitative Veränderung im Umfeld der Ausgabe nachhaltiger Finanzinstrumente bewirkt und die Marktfähigkeit zur Anziehung internationaler Investitionen gesteigert. Die regulatorischen Rahmenbedingungen umfassen nun klare Definitionen und Klassifikationen für Green Bonds, Transition Bonds und genderbezogene Bonds in den Exekutivvorschriften des Capital Market Law.  nnDer Aufbau einer genauen und integrierten Datenbank zu CO₂-Emissionen diene als „Grundpfeiler“ für die Entwicklung des nachhaltigen Finanzsystems, so Farid. Klare Offenlegungspflichten hinsichtlich Nachhaltigkeitsstandards und CO₂-Fußabdrücken wurden auf Basis des Prinzips genehmigt, dass „was nicht gemessen werden kann, nicht gesteuert werden kann“. Die Entscheidungen der FRA verpflichten Nicht-Banken-Finanzinstitute, periodische Berichte über ihren CO₂-Fußabdruck zu erstellen und einen Teil der Emissionen über den CO₂-Handelsmarkt auszugleichen.  nnDie aktuelle Phase zielt darauf ab, Nachhaltigkeitskonzepte auf verschiedene Unternehmen und Institutionen auszuweiten, unter Einhaltung des Proportionalitätsprinzips, wobei größere Unternehmen umfassenderen Offenlegungspflichten nach den internationalen Standards S1 und S2 der International Financial Reporting Standards (IFRS) Foundation unterliegen. Farid betonte die zentrale Rolle der Banken- und Nicht-Banken-Finanzsektoren bei der Finanzierung von Unternehmen und der Unterstützung ihrer Umstellung auf nachhaltigere Praktiken.  nnÄgyptens freiwilliges CO₂-Zertifikatssystem hat sich erheblich entwickelt, mit etwa 160.000 registrierten CO₂-Zertifikaten, bestätigte Farid. Die notwendigen regulatorischen und buchhalterischen Rahmenbedingungen für Registrierung und Handel sind abgeschlossen, was den Weg für weitere Erweiterungen im Finanzieren von Nachhaltigkeitsprojekten ebnet. Der Minister schloss mit der Betonung der Bedeutung einer Stärkung der regionalen und internationalen Kooperation in der nachhaltigen Finanzierung und lobte die Unterstützung der IFC für Entwicklungsländer.

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