Ägypten entdeckt 13.000 beschriftete Ostraka in Athribis in Sohag

Ein gemeinsames ägyptisch-deutsches archäologisches Team hat rund 13.000 beschriftete Tonscherben in Athribis im Gouvernorat Sohag entdeckt, was neue Einblicke in das soziale, wirtschaftliche und religiöse Leben in Oberägypten über Jahrhunderte bietet. Die Gesamtzahl der seit 2005 gefundenen Ostraka erreicht nun etwa 43.000 und stellt einen Weltrekord für eine einzelne Stätte dar.

Ein gemeinsames ägyptisch-deutsches archäologisches Team in Kooperation zwischen dem Obersten Rat für Antiquitäten Ägyptens und der Universität Tübingen hat die Entdeckung von etwa 13.000 Ostraka während der laufenden Ausgrabungssaison in Athribis im Gouvernorat Sohag bekanntgegeben. Ostraka dienten in der Antike als günstige Schreibflächen für tägliche Aufzeichnungen, Bildungszwecke und religiöse Anlässe. Dadurch steigt die Gesamtzahl der seit Beginn der Arbeiten im Jahr 2005 an der Stätte ausgegrabenen Ostraka auf rund 43.000, was Archäologen als Weltrekord beschreiben, der die Funde in Deir el-Medina bei Luxor sowie an allen anderen ägyptischen Stätten über mehr als zwei Jahrhunderte Arbeit übertrifft. Vorläufige Analysen zeigen, dass 60-75 % der neuen Ostraka in Demotischer Schrift beschriftet sind, 15-30 % in Griechisch, wobei 4-5 % bildliche oder geometrische Zeichnungen aufweisen. Kleinere Anteile umfassen Hieratisch (ca. 1,5 %), Hieroglyphisch (0,25 %), Koptisch (0,2 %) und Arabisch (0,1 %). Die Texte umfassen praktische Verwaltungsaufzeichnungen wie Abrechnungen, Listen, Steuerquittungen und Lieferaufträge. Sie enthalten auch Schreibübungen von Schülern, was darauf hindeutet, dass Athribis ein wichtiges Bildungszentrum war, sowie religiöse Inhalte wie Hymnen, Gebete, Widmungsformeln und Überprüfungen der rituellen Reinheit von OpferTieren. Experten betonen, dass der Fund wertvolles Material für die Nachverfolgung der Entwicklung von Sprache, Verwaltung, Bildung und religiösen Praktiken im alten Ägypten bietet und die kulturelle Vielfalt sowie die administrative Komplexität der Gesellschaft über die Epochen hervorhebt.

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