Das erstinstanzliche Bundesgericht hat der Bundespolizei weitere sieben Tage für Ermittlungen gegen einen Verdächtigen gewährt, dem der Betrieb eines großangelegten Fälscherrings für Taschentücher der Marke Viva vorgeworfen wird.
Das erstinstanzliche Bundesgericht, Abteilung Arada für erstinstanzliche Haftprüfungssachen, gewährte die Fristverlängerung am 11. Juni 2026. Der Verdächtige Seyid Mohammednur erschien vor Gericht, nachdem eine frühere siebentägige Frist, die am 3. Juni begonnen hatte, abgelaufen war. Die Polizei erklärte, sie benötige mehr Zeit, um weitere Beweise zu sammeln und andere beteiligte Personen ausfindig zu machen. Der Fall betrifft die unbefugte Nutzung der Marke Viva Tissue, die für das Unternehmen Pure Wood Pulp and Paper Packaging PLC unter dem Zertifikat LTM/3249/2017 eingetragen ist. Den Behörden zufolge hat der Verdächtige seit 2024 die Verpackungen kopiert und minderwertige Produkte in Addis Abeba sowie in regionalen Bundesstaaten vertrieben. Die Polizei hat die Aussagen von vier Personen aufgenommen und wartet auf die Ergebnisse verschiedener Behörden. Das Gericht lehnte einen Antrag auf 14 Tage Haftverlängerung ab und legte den nächsten Gerichtstermin auf den 18. Juni 2026 fest.