Am Montag drängte die Staatsanwaltschaft am Western Cape High Court Richter Robert Henney dazu, die Beweisaufnahme der Verteidigung von Nafiz Modack zu schließen, da wiederholte Verzögerungen einen Missbrauch des Verfahrens darstellten.
Die Staatsanwaltschaft berief sich während der Verhandlungen in Kapstadt auf Artikel 342A(3)(d) der Strafprozessordnung. Sie beantragte beim Gericht, die Beweisaufnahme der Verteidigung für geschlossen zu erklären, da die Verzögerungen ungerechtfertigt seien und die Rechtspflege beeinträchtigten. Modack und 14 Mitangeklagte sehen sich 124 Anklagepunkten gegenüber, darunter die Ermordung des Detektivs Charl Kinnear von der Anti-Gang Unit im Jahr 2020. Sie bekannten sich im Januar 2024 nicht schuldig. Die Staatsanwaltschaft schloss ihren Fall im November 2024 nach der Anhörung von 47 Zeugen ab. Richter Henney warnte, dass ständige Vertagungsanträge für Zeugen, die niemals erscheinen, zu einem missbräuchlichen Verfahren geführt hätten. Er merkte an, dass die Unsicherheit auch die Rechte der anderen Angeklagten beeinträchtige, ihre Verteidigung vorzubereiten. Verteidiger Bashier Sibda erklärte, er müsse die Zeugen erst noch überprüfen, bevor er sie vorlade. Staatsanwalt Greg Wolmarans entgegnete, dass Modack offenbar auf Zeit spiele und keine akzeptable Begründung für die Verzögerungen vorgelegt worden sei. Ein Urteil wird für Mittwoch erwartet.