Khampepe-Kommission befasst sich mit Drohungen und Herausforderungen bei TRC-Strafverfolgungen

Die Khampepe-Untersuchungskommission zu Verzögerungen bei der Strafverfolgung durch die Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC) hat Zeugenaussagen zu Drohungen gegen Ermittler und Fortschritten bei der Fallbearbeitung entgegengenommen. Anwältin Shubnum Singh berichtete detailliert von aktiver Einmischung, darunter Telefon-Hacks und Überwachungsmaßnahmen durch tatverdächtige Personen. Die ehemalige Leiterin der NPA, Shamila Batohi, erläuterte Strategien zur Beschleunigung der Verfahren.

Die Anwältin Shubnum Singh, Leiterin der TRC-Einheit der National Prosecuting Authority (NPA), sagte am Donnerstag vor der Khampepe-Kommission aus, dass Ermittler mit "aktiver Einmischung" wie "Kommunikations-Hacking", "organisierter Gegenüberwachung", Sicherheitslecks und direkten Drohungen von Personen konfrontiert seien, die sich der Strafverfolgung entziehen wollten. Sie beschrieb Vorfälle, bei denen eine verdächtige Person Ermittler mit Hunden hetzte und eine WhatsApp-Gruppe Verdächtige vor der Ankunft der Ermittler warnte. Singh merkte an, dass 130 Fälle weiterhin aktiv seien, wobei aufgrund von Lecks bei vertraulichen Diskussionen Vorsicht geboten sei.

Singh hob Herausforderungen hervor, wie den enormen Zeitabstand von über 40 Jahren, verstorbene Zeugen, die Vernichtung von Beweismitteln durch den Apartheidstaat sowie Kapazitätsengpässe, da 16 Staatsanwälte trotz 19 neuer Dauerstellen 126 Ermittlungen bearbeiteten. Die Verzögerungen führte sie teilweise auf politische Einflussnahme zwischen 2003 und 2017 zurück. Zu den erörterten historischen Fällen gehörten die Todesfälle der MK-Aktivisten Robbie Waterwitch und Coline Williams im Jahr 1989 durch eine Sprengfalle.

Am Mittwoch sagte die ehemalige NPA-Leiterin Shamila Batohi über die seit 2019 implementierten Strategien aus, darunter die Verlagerung von Fällen auf Regionalbüros, die Einrichtung einer dedizierten TRC-Komponente im Jahr 2021 und die Umwandlung von Verträgen in Dauerstellen im Jahr 2024. Die Fallzahl wuchs bis März 2025 von 59 auf 157 an. Zu den Erfolgen zählen die gerichtlichen Untersuchungen zu Neil Aggett und Ahmed Timol, eine Verurteilung wegen Mordes im Fall Wesley Madonsela sowie laufende Verfahren wie das zu den Cradock Four.

Batohi erklärte, dass gemeinsame Sitzungen mit der Directorate for Priority Crime Investigation seit Juni 2022 Blockaden abgebaut hätten, während das Missing Persons Task Team die Überreste von 179 Personen bergen konnte.

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