Der Prozess gegen Eric Wood und 12 Mitangeklagte wegen mutmaßlicher Staatskorruption bei Transnet hat knapp vier Jahre nach ihrer Verhaftung im Jahr 2022 noch nicht begonnen. Die Verteidiger beantragten im Februar 2026 eine Vertagung und verwiesen auf die verspätete Offenlegung von Beweismitteln – ein Vorwurf, den die National Prosecuting Authority (NPA) bestreitet. Der Fall umfasst Anklagen wegen Korruption und Betrug im Zusammenhang mit einem umstrittenen Lokomotivgeschäft.
Eric Wood, ehemaliger Direktor von Regiments und Trillian, wurde am 27. Mai 2022 zusammen mit den Mitangeklagten Garry Pita, Siyabonga Gama, Phetolo Ramosebudi und Daniel Roy festgenommen. Sie müssen sich vor der Gauteng-Abteilung des High Court in Johannesburg wegen Delikten wie Korruption, Betrug, Geldwäsche und Verstößen gegen das Public Finance Management Act verantworten. Die Vorwürfe beziehen sich auf rechtswidrige Zahlungen im Zusammenhang mit der Beschaffung von 1.064 Lokomotiven durch Transnet, bei der die Kosten um 16 Milliarden Rand stiegen.
Die Beweismittel in diesem Fall umfassen insgesamt 55 Terabyte. Die jüngste Verzögerung im Februar 2026 erfolgte auf Antrag der Verteidigung, da die Anwälte angaben, Beweismaterial sei erst im Dezember 2025 vorgelegt worden. Die NPA widerspricht dem und erklärt, es habe sich lediglich um die Authentifizierung früherer Dokumente gehandelt, die bereits 2022 bereitgestellt worden waren. Der Sprecher der IDAC, Henry Mamothame, sagte, die NPA sei prozessbereit und warf der Verteidigung vor, Taktiken zur Verzögerung des Verfahrens anzuwenden.
Dem Lokomotivgeschäft zufolge flossen früheren Ermittlungen zufolge über 7 Milliarden Rand an Schmiergeldern an mit den Guptas verbundene Firmen. Die Zondo-Kommission legte dar, wie Regiments und Trillian profitierten, ohne entsprechende Dienstleistungen zu erbringen. Insider bei Transnet sowie die Kommission wiesen auf überhöhte Zahlungen für Beratungsleistungen hin. Gerichtliche Anhörungen zu den Anträgen der Verteidigung auf weitere Verzögerungen sind für Juni 2026 angesetzt.
Woods Vermögen wurde im Dezember 2023 vom Gauteng High Court sequestriert, nachdem Ansprüche des Transnet Second Defined Benefit Fund in Höhe von über 300 Millionen Rand geltend gemacht wurden, die mit Anleihegeschäften (Bond-Churning) in Verbindung stehen.