Die Formel 1 hat Charterflüge organisiert, um wichtiges Personal nach Melbourne zum saisonalen Auftakt Australian Grand Prix zu bringen. Grund sind Reiseausfälle durch den eskalierenden Konflikt im Nahen Osten. Das Rennen am 8. März im Albert Park bleibt nach Plan, da alle Ausrüstung bereits vor Ort ist. Offizielle beobachten die Lage genau für kommende Veranstaltungen in Bahrain und Saudi-Arabien.
Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten, ausgelöst durch US- und israelische Angriffe auf den Iran am Samstag, hat zu umfassendem Reisechaos geführt, einschließlich Schließungen des Luftraums in Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar. Diese Drehscheiben, darunter Flughäfen in Dubai, Abu Dhabi und Doha, verzeichneten zahlreiche Flugausfälle durch Vergeltungsangriffe mit Raketen. Ungefähr 1.500 Paddock-Mitarbeiter, einschließlich Teammitglieder, Rennorganisatoren, Offizieller, Medienvertreter und Gastarbeiter, sind normalerweise für ein F1-Rennen erforderlich. Viele hatten Routen durch die betroffene Region geplant. Um ihre Ankunft zu sichern, haben F1-Offizielle Flüge für priorisierte Personen wie Fahrer, Ingenieure und Teamchefs gechartert. Australian-GP-CEO Travis Auld äußerte sich dazu bei Channel Nine: „Wir sprechen von Teams, Fahrern, Formel-1-Personal. Ich schätze, es gibt rund 1.000 Personen, die bereits Flüge gebucht hatten und zwischen heute, morgen oder Mittwoch landen würden. Alle mussten umgebucht werden, aber viele Menschen weltweit haben das gleiche Problem, und man konkurriert mit der gestiegenen Nachfrage. Wichtig ist, dass sie es geregelt haben.“ Auld ergänzte, dass sämtliche Fracht und Ausrüstung vor den Angriffen in Melbourne eintraf, und äußerte Zuversicht: „Alle Fracht ist hier und einsatzbereit, wir sind daher überzeugt, dass es durch die Reiseausfälle aufgrund des Konflikts keinen Einfluss auf das Rennen gibt.“ Die FIA, der Verband der Formel 1, prüft ebenfalls die umfassenderen Folgen. Präsident Mohammed Ben Sulayem gab eine Erklärung ab, die Sicherheit betonte: „Sicherheit und Wohlergehen bestimmen unsere Entscheidungen, während wir die bevorstehenden Veranstaltungen der FIA World Endurance Championship und der FIA Formula One World Championship bewerten.“ Die Erklärung betonte die enge Abstimmung mit Teams und Veranstaltern sowie Mitgefühl mit den Betroffenen. Der Australian Grand Prix markiert den Auftakt der 2026er F1-Saison, gefolgt von Rennen in China und Japan, bevor es am 12. April nach Bahrain und am 19. April nach Saudi-Arabien geht. Für die Nahost-Läufe werden Notfallpläne geprüft, darunter Alternativen wie Imola oder andere Grade-1-Strecken bei Absagen.