Eine Woche nach der Ankündigung einer $60-'Supporter-Einstiegsklasse' sieht sich die FIFA weiter scharfer Kritik ausgesetzt wegen WM-2026-Ticketpreisen bis zu 6300 $ für das Finale. Experten argumentieren, dass die begrenzten günstigen Plätze der Inflation bei Weiterverkäufen, undurchsichtigen Beständen und breiteren Bezahlbarkeitsbarrieren nicht Herr werden, was die Erreichbarkeit des Turniers in 16 nordamerikanischen Austragungsorten bedroht.
Nach der Vorstellung der Ticketpreise und einer bescheidenen $60-'Supporter-Einstiegsklasse' für die WM 2026 – ausgetragen in den USA, Mexiko und Kanada – hat die Empörung zugenommen. Während die Klasse 400–740 Tickets pro Team pro Spiel über nationale Verbände bietet, sind Premium-Plätze für Gruppenspiele über 4000 $ und für das Finale im MetLife Stadium 6300 $ teuer, was den Höchstwert von 1600 $ für das Qatar-2022-Finale weit übertrifft.
Die geopolitische Analytikerin Irina Tsukerman hob die Frustration der Fans hervor: 'Fans reagieren weniger auf die Existenz einer günstigen Preisklasse und mehr auf das Gefühl, dass der durchschnittliche Weg zur Teilnahme unerschwinglich wird.' Sie wies auf undurchsichtige Preise und knappe günstige Verfügbarkeit hin, die das Vertrauen untergraben.
Der Ticket-Weiterverkaufsexperte Keith Pagello von TicketData.com nannte die $60-Option 'performative' und warnte, dass Sekundärmarkt-Dynamiken die meisten Tickets unerreichbar halten werden. 'Ohne mehr Transparenz bei günstigen Beständen wird der Markpreis die öffentliche Wahrnehmung weiter definieren.'
Der Fußballenthusiast Jeff Le äußerte weitere Bedenken: Hohe Hotelpreise, Visahürden und Cyberbedrohungen könnten die Zuschauerzahlen und wirtschaftlichen Vorteile in den 16 Austragungsorten, einschließlich 11 US-NFL-Stadien, gefährden.
Die FIFA hält an der Preispolitik fest, die die nordamerikanische Nachfrage abbildet und 90 % der Einnahmen in den Weltfußball lenkt. Doch mit dynamischem Weiterverkauf und begrenztem günstigem Angebot fürchten Kritiker, dass das 'Volkssport' entgleitet.