Die FIFA reagiert auf Proteste gegen hohe Eintrittspreise mit einer neuen Basiskategorie von 60 US-Dollar pro Ticket für alle Spiele der WM 2026. Der DFB kann aus einem Sonderkontingent erschwinglichere Karten an Fans verteilen. Kritiker bemängeln jedoch die begrenzte Anzahl günstiger Tickets.
Die FIFA hat auf weltweite Proteste gegen die hohen Ticketpreise für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 reagiert und eine neue Preiskategorie eingeführt. Der Basistarif beträgt 60 US-Dollar (ca. 51 Euro) pro Ticket und Spiel für alle 104 Partien, einschließlich des Finales. Dieses Kontingent steht den Nationalverbänden zur Verfügung, die selbst über die Vergabe entscheiden.
Für Anhänger der deutschen Nationalmannschaft bedeutet das eine Chance auf günstigere Karten. Der DFB kann aus dem Sonderkontingent für die Spiele unter Trainer Julian Nagelsmann Tickets verteilen. Im Fanblock stehen pro Spiel acht Prozent der Karten zur Verfügung: 4.307 gegen Curaçao am 14. Juni in Houston, 2.452 gegen die Elfenbeinküste am 20. Juni in Toronto und 4.826 gegen Ecuador am 25. Juni in East Rutherford. Zehn Prozent davon, also mehrere Hundert pro Vorrundenspiel, fallen in die neue Basiskategorie.
Trotz des Schritts kritisieren der DFB und die Fanvereinigung Football Supporters Europe die FIFA weiter. Die Vereinigung begrüßt die Maßnahme, hält die Anzahl günstiger Tickets jedoch für zu gering und die Preisklassenunterschiede für zu groß. Zudem würden Fans mit Behinderungen kaum berücksichtigt. Sie fordert einen ernsthaften Dialog, der den Beitrag der Fans respektiert.
Bisher lagen die günstigsten Preise im Fanblock bei 155 Euro für das erste Gruppenspiel, 190 Euro für das zweite und 230 Euro für das dritte. Die Höchstpreise reichten bis 600 Euro. Die WM findet vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko statt.