Während die neue 60-$„Supporter Entry Tier“-Stufe der FIFA einige Rückschläge bei den WM-2026-Preisen adressiert, heben Kritiker begrenzte Verfügbarkeit, hohe Kosten für die volle Turnierteilnahme, Visa-Hürden und Zugänglichkeitsprobleme hervor – insbesondere unter drohenden US-Politikänderungen.
Aufbauend auf der FIFA-Ankündigung vom 16. Dezember zur 60-$„Supporter Entry Tier“ – 10 % der Zuteilung jeder Nationalmannschaft – will der Weltverband loyale Fans über teilnehmende Mitgliedsverbände (PMAs) wie den südafrikanischen priorisieren. Berichten zufolge gibt es jedoch weniger als 1.000 Tickets pro Nation, mit rund 400 für Gruppenphase-Spiele bei Teams wie England und Schottland.
Ronan Evain, Direktor von Football Supporters Europe (FSE), nannte es „ein Schritt in die richtige Richtung“, aber „nicht ausreichend“, und wies darauf hin, dass das Folgen eines Teams bis ins Finale in dieser Stufe 480 $ kosten würde gegenüber 6.900 $ in Kategorie drei für vergleichbare Plätze. Er kritisierte Transparenzmängel bei der Verteilung und hohe Kosten für behinderte Fans, die mit Begleitern bis zu 14.000 $ erreichen könnten.
Tom Greatrex, Vorsitzender der UK Football Supporters’ Association, kritisierte die FIFA-Geschichte ungehobener Versprechen zur Bezahlbarkeit: „Das scheint eine neue Version davon zu sein.“ Bei 20 Millionen Anfragen in der laufenden Lotterieverkaufsphase (11. Dezember 2025 bis 13. Januar 2026) übersteigt die Nachfrage das Angebot bei Weitem.
Weitere Hürden sind Reisekosten und Visa-Einschränkungen, besonders mit der einsetzenden Trump-Administration. Die FIFA betont, dass Tickets keinen Garantieeintritt in die Gastgeberländer (USA, Kanada, Mexiko) bieten und keine Rückerstattung bei Visumablehnung gewähren – was Fans aus Ländern wie Südafrika und Iran betrifft. Rückerstattungen für ungenutzte Tickets bei frühem Ausstieg der Teams sind möglich (Gebühren erlassen), doch dynamische Preise sollen das Turnier vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 zum teuersten aller Zeiten machen.