Seit Sonntag wütet ein außergewöhnlicher Brand im Wald von Fontainebleau im Département Seine-et-Marne. Mehr als 500 Feuerwehrleute bekämpfen die Flammen, die bis Montagabend bereits 1.300 Hektar vernichtet haben.
Das Feuer brach am Sonntagnachmittag in der Nähe der Autobahn A6 bei Noisy-sur-École aus. Begünstigt durch Hitze und Trockenheit breitete es sich rasch über das Waldmassiv aus.
Am Montagabend gab Innenminister Laurent Nuñez die Festnahme von zwei Personen wegen „vorsätzlicher oder fahrlässiger Brandstiftung“ bekannt. Einer der Verdächtigen, ein 18-jähriger Mann, wurde mit einem Feuerzeug und rußverschmierten Händen aufgegriffen.
Emmanuel Macron erklärte, dass „alle Mittel mobilisiert“ seien und drückte den Feuerwehrleuten seine „tiefe Dankbarkeit“ aus. Es wurden weder unter den Einsatzkräften noch unter der Zivilbevölkerung Verletzte gemeldet. Etwa 700 bis 900 Personen wurden evakuiert.
Der Brand ist nicht unter Kontrolle. Die Feuerwehr setzt erstmals in der Île-de-France Canadair-Löschflugzeuge ein, die Wasser aus der Seine aufnehmen. Am Montagnachmittag wurde ein neuer Herd in der Nähe der Faisanderie gemeldet.