Am Sonntag, dem 26. Juli 2026, wüten die Waldbrände in der Gironde weiter. Seit Mittwoch wurden mehr als 42.000 Hektar vernichtet und 220.000 Menschen evakuiert. Die Lage bleibt in mehreren Departements im Südwesten sehr kritisch.
Die Präfektur der Gironde gab bekannt, dass insgesamt 240 Häuser zerstört wurden und am Sonntag neun Feuerwehrleute verletzt wurden, womit die Gesamtzahl der Verletzten seit Beginn der Brände auf 84 gestiegen ist. Es wurden keine Opfer unter der Bevölkerung gemeldet.
Emmanuel Macron wird am Montag um 10 Uhr im Innenministerium einen interministeriellen Krisenstab leiten. Zudem sind zwei Treffen mit Wirtschaftsvertretern geplant, um die Folgen für Tourismus, Energie und Versicherungen zu prüfen.
Aufgrund von Rauchwolken wurden in den Departements Gironde, Landes, Dordogne und Lot-et-Garonne die Warnschwellen für Feinstaubbelastung überschritten. Der Bahnverkehr bleibt südlich von Bordeaux unterbrochen.
In einigen Gebieten, wie Biscarrosse und Gemeinden im Var, durften die Bewohner am Sonntagabend in ihre Häuser zurückkehren, während die Evakuierungen andernorts in Kraft bleiben, bis das Feuer unter Kontrolle gebracht ist.