In einer Kolumne der Folha de S.Paulo vom 20. März 2026 wehrt sich ein Reporter gegen Kritik und plädiert dafür, den 34-jährigen Neymar von Santos in den Kader für die Fußballweltmeisterschaft 2026 in Brasilien aufzunehmen. Der Artikel betont den symbolischen Wert des Spielers neben seinen Karrierestatistiken (über 450 Tore).
Der Reporter, seit 2022 Produzent des Folha-Podcasts, antwortet auf die Kolumne von Idelber Avelar, in der er die Neymar-Fans als "demencial circus" bezeichnet. Er räumt ein, dass es an harten Zahlen für die Berufung fehlt, stellt aber die Vorrangstellung der Statistik im Fußball in Frage und zitiert junge Spieler wie Rayan Cherki von Manchester City und Lamine Yamal vom FC Barcelona, die die spielerische Seite des Sports schätzen. Neymar hat in seiner Karriere mehr als 450 Tore erzielt und damit die 345 von Maradona übertroffen, aber reine Zahlen werden nicht berücksichtigt, so wie Pelés weniger offizielle Tore für Brasilien. In Anlehnung an den "magischen Realismus" argumentiert der Autor, dass Neymar das nationale Selbstwertgefühl stärkt und an Pelé und Garrincha als Symbole der Einheit in der Vergangenheit anknüpft. Er zitiert den Professor Luiz Antônio Simas und den Rapper Mano Brown, die Neymars Weg mit den schwarzen Bewegungen des 21. Jahrhunderts in Verbindung bringen. Er erkennt eine schwache "Lobby" an und verweist auf den Einfluss von Neymar auf Vini Jr. und Raphinha. Er kritisiert Carlo Ancelottis Listenspieler als Reservisten, die ihren körperlichen Zenit überschritten haben. Der Fall gibt dem kulturellen Erbe Vorrang vor Trophäen.