Der SC Freiburg hat im DFB-Pokal-Viertelfinale Hertha BSC nach einem dramatischen Elfmeterschießen mit 5:4 besiegt und sich für das Halbfinale qualifiziert. Nach 1:1 in der Verlängerung parierte Torwart Florian Müller den entscheidenden Elfmeter von Pascal Klemens. Herthas Traum vom ersten Pokalfinale im Olympiastadion ist geplatzt.
Im Berliner Olympiastadion trafen am Abend 56.743 Zuschauer auf ein ausgeglichenes Duell zwischen dem Zweitligisten Hertha BSC und dem Bundesligisten SC Freiburg. Die Partie endete nach 90 Minuten torlos, und auch in der Verlängerung fielen erst spät die Tore: Yuito Suzuki erzielte in der 96. Minute das 1:0 für Freiburg nach einem Fehlpass von Herthas Linus Gechter. Herthas Kapitän Fabian Reese glich in der 104. Minute mit einem Fernschuss zum 1:1 aus.
Im Elfmeterschießen trafen alle Freiburger, während Müller den Schuss von Herthas Pascal Klemens parierte, was den 5:4-Sieg sicherte. Freiburg folgt damit Bayer Leverkusen und VfB Stuttgart ins Halbfinale; der letzte Platz geht an den Sieger des Spiels zwischen Bayern München und RB Leipzig. SC-Kapitän Christian Günter sagte bei Sky: «Schöner geht es nicht. Wir haben Erinnerungen an dieses Stadion. Die letzte ist nicht so schön. Umso schöner heute in der Kurve zu stehen und zu feiern.»
Vor dem Spiel hatte Herthas Trainer Stefan Leitl Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner kritisiert, der das Match wegen eines Olympia-Besuchs verpasste. Wegner, der kürzlich von seinem Traum eines Hertha-Finals gesprochen hatte, betonte stattdessen Berlins Ambitionen für die Olympischen Spiele. Für Hertha in der 2. Bundesliga, die sechs Punkte hinter dem Aufstiegsplatz liegt, wächst nun der Druck. Freiburg steht einen Sieg vom zweiten Finaleinzug entfernt, nachdem es 2022 im Elfmeterschießen gegen Leipzig verlor.