Regierung ermöglicht Vereinbarung zum Rettung von Cooperandes vor Liquidation

Die nationale Regierung Kolumbiens hat eine Vereinbarung genehmigt, um die Cooperativa de Caficultores de los Andes (Cooperandes) vor der drohenden Liquidation zu retten. Diese Maßnahme schützt Tausende kleiner Kaffeeproduzenten im Südwesten von Antioquia nach Jahren der Intervention. Der Deal, der mit wichtigen Gläubigern abgestimmt wurde, wird bald der Gläubigerversammlung vorgelegt.

Cooperandes steht seit 2019 unter Intervention und war jahrelang von Liquidierungsrisiken bedroht aufgrund finanzieller Misserfolge durch Vertragsbrüche bei Terminkontrakten. Viele Mitglieder lieferten ihre zugesagte Produktion nicht, da der vereinbarte Preis unter dem damaligen Marktwert der Bohnen lag. Dies betraf rund 4.000 Mitglieder, hauptsächlich kleine und mittlere Kaffeeproduzenten.

In einer außerordentlichen Sitzung des Nationalen Komitees des Nationalen Kaffeefonds am Dienstag haben die Ministerien für Finanzen und Landwirtschaft zusammen mit der Superintendencia de la Economía Solidaria die Machbarkeit der Gläubigervereinbarung finalisiert. Nach Monaten technischer, rechtlicher und sozialer Arbeit löst der Deal zentrale Streitigkeiten, wie die Bewertung der Schuld gegenüber dem Nationalen Kaffeeföderationsverband (FNC). Zunächst schätzte die FNC die Schuld auf 134 Milliarden Dollar, Cooperandes auf 90 Milliarden; sie wurde nun auf 86 Milliarden abgestimmt.

Die Vereinbarung ist zur Genehmigung in der von der Regierung einberufenen Gläubigerversammlung bereit, die aus Banken und der FNC besteht. María José Navarro, Superintendentin der Solidaren Wirtschaft, betonte: „Erstmals in der Geschichte des solidaren Sektors entkommt eine Genossenschaft einem Liquidierungsverfahren. Cooperandes zeigt, dass es möglich ist, andere Alternativen zur Erholung statt Liquidierung in Betracht zu ziehen; die Wiederbelebung des kooperativen Kaffeesystems für kleine Produzenten ist ein Einsatz dieser Regierung. Wir werden nun aufmerksamer sein, um die Governance dieser Genossenschaft ihren wahren Eigentümern, den kleinen Kaffeeproduzenten im Südwesten von Antioquia, zurückzugeben.“

Diese Initiative schützt mindestens 3.907 Produzentenfamilien, von denen 79 % kleine Kaffeeproduzenten sind, und verhindert Pfandrechte auf ihre Ländereien. Vom Landwirtschaftsministerium hieß es: „Die Regierung hat besondere Sorgfalt walten lassen, um die Interessen kleiner und mittlerer Kaffeeproduzenten im Südwesten von Antioquia zu wahren.“ Die Rettung zielt darauf ab, die Organisation ihren legitimen Eigentümern zurückzugeben und den kooperativen Kaffeesektor zu stärken.

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