Ehemaliger britischer Nummer 1 Greg Rusedski hat die Rivalen von Carlos Alcaraz und Jannik Sinner kritisiert, weil sie den Top-2-Spielern das Dominieren im Herrentennis zu leicht machen. Er plädiert für abwechslungsreiche Taktiken, inspiriert von Erfolgen wie Grigor Dimitrovs Wimbledon-Auftritt und Novak Djokovics Strategien. Rusedski teilte diese Ansichten in seinem Podcast Off Court with Greg.
Carlos Alcaraz und Jannik Sinner haben ihre Vorherrschaft im Herrentennis fest etabliert, wobei Alcaraz fünf der letzten neun Grand-Slam-Titel holte und Sinner die anderen vier. Ihre dominante Präsenz hat Gegner eingeschüchtert, doch Rusedski argumentiert, dass das Fehlen taktischer Vielfalt bei den Rivalen diese Dominanz verschärft. Rusedski verweist auf Grigor Dimitrovs Match gegen Sinner bei Wimbledon im vergangenen Juli als Erfolgsrezept. Dimitrov führte mit zwei Sätzen, setzte auf Scheiben, um den Ball niedrig zu halten, und aggressive Netzanspiele, bevor eine Verletzung seinen Schwung stoppte. „Ich denke, Grigor Dimitrov hat das perfekte Match [gegen Sinner] bei Wimbledon gespielt“, sagte Rusedski. „Er führte zwei Sätze und Roger Federer selbst sagte: Ich weiß jetzt, wie man Sinner spielt, nach diesem Wimbledon-Match. Sinner hätte Wimbledon ohne diese Verletzung nicht gewonnen.“ Er hebt auch Djokovics taktische Anpassungen hervor, wie Schläge ins Zentrum, um Winkel zu begrenzen, bei seinem Halbfinalsieg über Sinner, und einen ähnlichen Ansatz, der Alcaraz in letztjährigem Australian-Open-Finale besiegte. Im kürzlichen Australian-Open-Finale startete Djokovic stark, doch Alcaraz blieb ruhig, da er wusste, dass sein Gegner ermüdet war. Rusedski rät Spielern wie Ben Shelton, ihren Backhand zu verbessern, den Ball früher zu nehmen und aggressiv von Anfang an anzugreifen. „Sobald diese beiden Spieler komfortabel sind, kommst du fast 99 Prozent der Zeit als Zweiter raus“, warnte er. Ohne solche Änderungen wird die Stranglehold von Alcaraz und Sinner im Herrenbereich anhalten. Diese Einsichten fallen inmitten anhaltender Debatten über die Wettbewerbsfähigkeit der Tour, wobei Rusedski betont, dass Rivalen sich anpassen müssen, um fortgesetzte Unterwerfung zu vermeiden.