In einer Rede beim Variety-Awards-Brunch in Palm Springs hat Regisseur Guillermo del Toro aufstrebende Regisseure aufgefordert, ihren Kunstanspruch inmitten von Behauptungen zu wahren, er sei unwichtig. Er bezeichnete solche Herabwürdigungen als „immer das Vorspiel zum Faschismus“. Del Toro erhielt einen Regiepreis für seinen Netflix-Film Frankenstein.
Guillermo del Toro erhielt den Regiepreis für seine Arbeit an Frankenstein beim Variety 10 Directors to Watch and Creative Impact Awards Brunch im Rahmen des Palm Springs International Film Festivals. An aufstrebende Filmemacher gewandt, betonte er die Bedeutung von Kunst in herausfordernden Zeiten.
„Seid nett, engagiert euch, glaubt an eure Kunst“, sagte del Toro. Er warnte vor denen, die den Wert der Kunst herabsetzen: „In einer Zeit, in der man euch sagt, Kunst sei unwichtig, ist das immer das Vorspiel zum Faschismus. Wenn sie euch sagen, es spiele keine Rolle, wenn sie euch sagen, eine verfluchte App könne Kunst machen, sagt: Wenn es so wichtig ist, warum zum Teufel wollen sie es dann so sehr? Die Antwort ist, weil sie glauben, sie könnten alles entwerten, was uns ein bisschen besser, ein bisschen menschlicher macht. Und das umfasst in meinem Buch und in meinem Leben auch Monster.“
Del Toro erinnerte sich an seine erste Sichtung von James Whales Frankenstein von 1931 als „religiöse Erfahrung“. Er brachte Sara Karloff, die Tochter des Original-Stars Boris Karloff, als Gast mit. „Manchmal wird die Welt so kompliziert, dass man sie nur mit der Kraft von Monstern erklären kann“, bemerkte er. „Wir leben gerade in so einer Zeit.“
Er ermutigte zur Ambition und fügte hinzu: „Es geht nicht nur um die Größe der Bildschirme, sondern um die Größe der Idee. Ambition umfasst Scheitern – es liegt direkt neben dem Erfolg. Es gibt keine Nummer an der Tür. Ihr werdet an diese Tür klopfen, sie öffnet sich, und es ist entweder das Supermodel eurer Träume oder eure Mom mit Lockenwicklern.“
Frankenstein mit Jacob Elordi, Oscar Isaac und Mia Goth hatte Premiere auf Netflix am 17. Oktober 2025. Zu den weiteren Geehrten gehörten Dwayne Johnson für The Smashing Machine und Teyana Taylor für One Battle After Another.