Oscar Isaac reflektiert über Frankenstein-Rolle und aktuelle Projekte

Schauspieler Oscar Isaac teilt Einblicke in seine Darstellung von Victor Frankenstein im Netflix-Film von Guillermo del Toro sowie Gespräche über Julian Schnabels In the Hand of Dante und den Dokumentarfilm King Hamlet. Die Projekte umspannen Jahrhunderte und beleuchten Themen wie Schöpfung, Trauma und Künstlerisches. Isaac hebt die gotischen Superhelden-Aspekte seiner Figur und die kollaborative Freude auf der Set hervor.

Frankenstein: Eine gotische Superheldengeschichte

In Guillermo del Toros lang erwarteter Adaption des Klassikers von Mary Shelley verkörpert Oscar Isaac Victor Frankenstein, den ehrgeizigen Wissenschaftler, der seine Schöpfung zum Leben erweckt. Der Film, der nun auf Netflix streamt, brachte Isaac eine Nominierung als bester DramSchauspieler bei den Golden Globes ein. Isaac beschreibt Victor als „gotischen Superhelden“ und geht auf die Sinnlichkeit, Wut und tief verwurzelten Kindheitstraumata der Figur ein. „Die Lust und Sinnlichkeit der Figur, die Monstrosität der Figur, die Wut“, erklärt Isaac und betont, wie Victors Kontrollbedürfnis aus ungelöstem Schmerz resultiert.

Die Geschichte geht über Monsterklischees hinaus und fokussiert generationelles Trauma und Zyklen der Vererbung. Isaac weist auf kreisförmige Motive in Kulissen und Erzählung hin, die Hoffnung symbolisieren, wenn die Kreatur den Kreislauf durchbricht. Er zieht Parallelen zu modernen Themen wie der Ethik der Schöpfung à la KI, betont jedoch menschliche Schwächen: „Natürliche Dummheit statt künstlicher Intelligenz.“ Die Zusammenarbeit mit del Toro war ein Highlight, geprägt von Humor und Inklusivität, die dem dunklen Tale Freude einhauchte.

In the Hand of Dante: Doppelrollen durch die Zeit

Julian Schnabels Epos zeigt Isaac in Doppelrollen als Dichter Dante Alighieri des 14. Jahrhunderts und modernen Autor Nick Tosches, basierend auf Tosches’ Roman. Die Uraufführung fand im Venice Film Festival statt, der Film beleuchtet Kunst inmitten von Kommerz und Exil. Isaac lobt Schnabels intuitive, expressionistische Herangehensweise: „Er vertraut seiner Intuition über alles.“ Die Erzählung verwebt Identitätsfäden, wobei Tosches über Dantes Erbe zu seinem kreativen Kern zurückfindet.

King Hamlet: Persönlicher Dokumentarfilm

Geregieert von Isaacs Frau Elvira Lind, dokumentiert King Hamlet seine Off-Broadway-Hamlet-Produktion 2017 inmitten persönlicher Meilensteine wie dem Tod seiner Mutter und der Geburt seines Sohnes. „Es ist diese unglaubliche Erinnerung an diesen Moment, in dem all diese Fäden zusammenliefen“, sagt Isaac. Der Film verknüpft Leben, Berufung und Selbst, in Anklang an die Ideen des Dichters David Whyte zu ausgewogenen Ehen.

Diese Projekte demonstrieren Isaacs Vielseitigkeit über Epochen hinweg, vom 18.-Jahrhundert-Horror über historische Epen bis hin zu intimen Docs.

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