Paul Mescal teilte Einblicke in seine Rolle als William Shakespeare in Chloé Zhao’ Film Hamnet während eines Interviews im Picturehouse Central in London. Der Film, basierend auf Maggie O’Farrells Roman, beleuchtet die Beziehung des Barden zu seiner Frau Agnes und ihren Kummer über den Verlust ihres Sohnes. Mescal betonte, Klischees zu vermeiden und sich auf die persönliche Tragödie zu konzentrieren, die Hamlet inspirierte.
In einem offenen Backstage-Gespräch mit Deadlines Baz Bamigboye vor einem Q&A mit Cillian Murphy sprach Paul Mescal über seine Vorbereitung auf Hamnet. Der Film zeigt Jessie Buckley als Agnes Shakespeare und taucht ein in das Kennenlernen des Paares, geprägt von intensiver Leidenschaft, sowie ihren Kampf nach dem Tod ihres Sohnes Hamnet im Jahr 1596. Mescal recherchierte Trauer online und notierte Statistiken darüber, wie wenige Ehen eine solche Verlust überleben. „Das Wichtigste für mich war, dass sie es trotzdem geschafft haben, zueinander zurückzufinden“, sagte er und hob den emotionalen Kern der Geschichte hervor. Mescal vermied es, Shakespeare als ikonenhaften Barden darzustellen, und orientierte sich stattdessen an der erdverbundenen Perspektive des Romans. „Ich glaube nicht, dass Shakespeare Stücke geschrieben hat, um sein Talent zu zeigen. Ich glaube, er hat Stücke gemacht und gearbeitet, um etwas über die Welt zu vermitteln“, erklärte er. Er beschrieb die Energie seiner Figur als verwurzelt und animalisch, beeinflusst von seiner Bühnenrolle als Stanley Kowalski bei den Casting-Sitzungen. Als irischer Schauspieler fühlte Mescal früher, dass Shakespeare den Briten gehörte, fand aber Freiheit in der Rolle unter Zhao’s Regie mit einem überwiegend polnischen Team. Die Produktion brachte Freude trotz schwerer Themen, wobei Mescal die Erleichterung beim Einfangen authentischer Emotionen auf dem Set in Erinnerung rief. Er lobte Mitstreiterinnen wie Buckley und nannte die Erfahrung kathartisch. Mescal erwähnte auch kommende Projekte, darunter The History of Sound mit Josh O’Connor und einen Abschnitt in Sam Mendes’ Beatles-Filmen mit Paul McCartney. Das Interview unterstrich Mescals Hingabe an das Schauspiel über den Starstatus, was den Ansichten von George Clooney über die Bewahrung des Handwerks inmitten des Ruhms entspricht.