Taylor Sheridan enthüllte, dass HBO Yellowstone ablehnte, weil man den feurigen Charakter von Beth Dutton abmildern wollte. Die Netzwerkchefs befürchteten, ihre Rauheit würde weibliche Zuschauer abschrecken, doch Sheridan verteidigte ihre ungeschminkte Art. Diese Entscheidung führte die Serie zu Paramount, wo sie ein riesiger Erfolg wurde.
In den frühen Entwicklungsphasen von Yellowstone pitchte Schöpfer Taylor Sheridan die Serie bei HBO, das sie zunächst genehmigte. Allerdings schlugen Netzwerkexecutives Änderungen an Beth Dutton vor, der scharfzüngigen Tochter der Dutton-Familie, die später von Kelly Reilly verkörpert wurde. Sie argumentierten, sie sei zu abrasiv und Frauen würden sich nicht mit ihr identifizieren, wie Sheridan in einem Interview mit The Hollywood Reporter berichtete: „‚Wir finden sie zu abrasiv. Wir wollen sie abmildern. Frauen werden sie nicht mögen.‘“
Sheridan widersprach und erklärte, dass Beths Reiz darin liege, unausgesprochene Frustrationen auszusprechen. „Sie lagen falsch, denn Beth sagt jedes Mal laut aus, was stillschweigend bleibt. Wenn jemand im Restaurant unhöflich zu dir ist oder dich auf dem Parkplatz schneidet, sagt Beth, was du dir gewünscht hättest zu sagen“, sagte er. Frustriert von den Anmerkungen beendete Sheridan das Gespräch entschieden: „Also sagte ich zu ihnen: ‚OK, alle fertig? Wer in diesem Call ist verantwortlich für eine Scripted-Show, die ihr im Programm habt? Oh, niemand? Danke.‘ Und legte auf. Sie haben nie zurückgerufen.“
HBOs Ablehnung erwies sich als Glücksfall für Paramount, das die Serie übernahm und 2018 startete. Yellowstone läuft seitdem in sieben Staffeln und brachte Spin-offs hervor wie Y: Marshals mit Fokus auf Kayce Dutton sowie einen kommenden mit Beth und Rip Wheeler, vorläufig betitelt The Dutton Ranch, ohne Erscheinungsdatum.
Reilly schreibt Beths Beliebtheit ihrer Komplexität zu. In einem Esquire-Interview sagte sie: „Es ist wie diese graue Zone dazwischen, wo alle Frauen leben – oder Menschen leben –, das ist die Wahrheit. Irgendwo darin berührt Beth etwas Ursprüngliches, was sie zu einem so einzigartigen Charakter macht, finde ich. Ich liebe das.“ Die Intensität der Figur hat weitreichend Anklang gefunden und zur kulturellen Präsenz der Dutton-Familie beigetragen, vergleichbar mit ikonischen TV-Clans wie den Starks oder den Sopranos.