Hochgericht hebt Verbot von Live-Übertragungen von Protesten auf

Das Hochgericht Kenias hat eine Anweisung der Communications Authority aufgehoben, die Medienhäusern die Live-Berichterstattung über Proteste untersagte. Das Urteil von Richter John Chigiti erklärt die Order für unrechtmäßig und verfassungswidrig und schützt zentrale Freiheiten. Die Entscheidung geht auf eine Klage gegen die Maßnahmen der Behörde während der Juni-Demonstrationen zurück.

Am 27. November 2025 hob Richter John Chigiti des Hochgerichts eine Anweisung der Communications Authority of Kenya (CA) auf, die die Live-Übertragung der Demonstrationen vom 25. Juni 2025 verboten hatte. Das Gericht urteilte, dass die Order verfassungsrechtliche Bestimmungen verletze, und erließ eine dauerhafte Verfügung gegen ihre Durchsetzung durch die CA oder eine staatliche Behörde.

Die Klage wurde am 25. Juni 2025 von der Law Society of Kenya (LSK), dem Kenya Editors Guild (KEG) und dem Katiba Institute eingereicht. Sie argumentierten, dass die Anweisungen der CA die Artikel 33, 34 und 35 der Verfassung verletzten, die die Freiheiten der Meinungsäußerung, der Medien und des Zugangs zu Informationen schützen.

Die CA unter Leitung des Generaldirektors David Mugonyi hatte allen Fernseh- und Radiosendern befohlen, die Live-Berichterstattung sofort einzustellen. In ihrer Erklärung behauptete die Behörde, dass solche Übertragungen der Verfassung und Abschnitt 461 des Kenya Information and Communications Act von 1998 widersprächen. Sie drohte mit regulatorischen Strafen bei Nichteinhaltung und verwies auf das Versagen der Medien, dem Programming Code inmitten chaotischer Szenen zu folgen.

Menschenrechtsaktivisten sahen im Verbot einen Versuch, polizeiliche Aktionen und staatliche Übergriffe während der Proteste zu vertuschen, die mit der Opposition gegen den Finance Bill 2024 verbunden waren.

Dieses Urteil stimmt mit früheren gerichtlichen Schutzmassnahmen für die Meinungsäußerungsfreiheit überein. Im August 2024 verlangte das Hochgericht, dass die Polizei bei Demonstrationen erkennbare Uniformen und Namensschilder trägt und verbot die Verdunkelung von Fahrzeugkennzeichnungen. Es behandelte auch Beschwerden über maskierte Beamte, die Demonstranten festnahmen.

Die Entscheidung stärkt die Medienunabhängigkeit und gewährleistet zukünftige Berichterstattung über öffentliche Unruhen ohne staatliche Einmischung.

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen