Ehemann und Ehefrau wegen sexuellen Missbrauchs an Minderjähriger in Neiva verurteilt

Ein Richter in Neiva verurteilte Flor Escilda Poche Cuentocue und Wilson Javier López Ducuara zu 19 Jahren und 2 Monaten Haft für sexuelle Handlungen mit einem 12-jährigen Mädchen und kommerzielle sexuelle Ausbeutung. Die Vorfälle ereigneten sich 2018, als das Minderjährige mit Versprechungen materieller Güter in die Stadt gelockt wurde. Das Urteil stützt sich auf das kohärente Zeugnis des Opfers und Beweise der Staatsanwaltschaft.

Im August 2018 wurde ein 12-jähriges Mädchen in Neiva, Huila, Opfer sexuellen Missbrauchs. Die Großmutter des Minderjährigen meldete die Vorfälle am 5. August der 15. Sektion der Staatsanwaltschaft, die dem Umfassenden Betreuungszentrum für Opfer sexueller Gewalt (Caivas) angegliedert ist. Die Ermittlungen zeigten, dass Flor Escilda Poche Cuentocue das Mädchen überredet hatte, nach Neiva zu reisen, ohne ihre Familie zu informieren, mit dem Versprechen von Bildung, einem Handy, einem Fernseher und Unterkunft im Austausch für Beziehungen mit ihrem Ehemann, Wilson Javier López Ducuara.

Der zentrale Vorfall geschah am 4. August in einem Haus im Viertel Luis Ignacio Andrade. Nach dem Duschen betrat das Mädchen ihr Zimmer, doch Flor Escilda verhinderte, dass sie die Tür abschloss. Wilson Javier trat ein, drückte sie aufs Bett, küsste ihren Hals und berührte ihre Brüste. Das Mädchen wehrte sich und floh zum Haus einer Nachbarin, die die Polizei rief.

Während ihres Aufenthalts in einem Hotel, einem Hof und dem genannten Haus beschrieb das Opfer Berührungen an ihren Brüsten und ihrem Gesäß durch Wilson, während Flor Escilda die Handlungen als normal abtat und weitere Güter anbot. „Er hat mir die Brüste, den Po gepackt... Flor Escilda sagte mir, das sei normal, ich sagte nein, ich hatte Angst“, sagte die nun junge Frau im mündlichen Prozess aus.

Die Richterin des Ersten Strafkreises von Neiva hielt die Schilderung des Opfers für „kohärent, detailliert und ohne Zögern“, gestützt durch das Zeugnis der Großmutter, die zunächst Flor Escildas Angebote ablehnte, das Mädchen mitzunehmen. Die Staatsanwaltschaft bewies, dass die Handlungen anhaltende Forderungen nach sexuellem Austausch gegen Sachleistungen umfassten.

Beide wurden als Mittäter bei verschärften sexuellen Handlungen mit einem Minderjährigen unter 14 Jahren und verschärfter Forderung nach kommerzieller sexueller Ausbeutung einer Person unter 18 Jahren verurteilt. Die Richterin befahl ihre sofortige Festnahme, ausgesetzt bis zur Rechtskraft des Urteils.

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