Mehr als 45 Katzen sind in Cali nach einer Serie verdächtiger Brände an einer Fahrzeugbrücke nahe der Kirche Señor Jesús de la Divina Misericordia gestorben oder verschwunden. Tierschützer behaupten, die Feuer seien vorsätzlich gelegt worden, um die dort lebende Katzenkolonie auszulöschen. Senatorin Andrea Padilla fordert von den lokalen Behörden Aufklärung.
In der Carrera 28 #72-04 im Osten von Cali schrumpfte eine Kolonie von etwa 75 Katzen nach wiederholten Bränden auf nur noch etwas mehr als 20 Tiere, so der Tierschützer „Gato Escobar“. Er beschrieb zerstörte Unterkünfte, Asche und verbrannte Tierkadaver an dem Ort, an dem die Katzen seit Jahren in der Nähe der Kirche Señor Jesús de la Divina Misericordia lebten. „Hier waren mehr als 75 Kätzchen, von diesen 75 sind nur noch 20 übrig, grob gezählt, weil Leute sie angezündet haben, um sie auszurotten“, erklärte ‚El Gato‘ Escobar. Lokale Tierschützer machen Anwohner dafür verantwortlich, die sich über die zunehmende Aussetzung von Tieren in der Gegend geärgert hätten und vorsätzlich die für die Katzen gebauten Unterstände niedergebrannt haben. Senatorin Andrea Padilla reichte bei Bürgermeister Alejandro Eder und der Verwaltungseinheit für Tierschutz eine Petition ein, in der sie die Rückverfolgbarkeit früherer Beschwerden, Sterilisationspläne und Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Aussetzungen fordert. Obwohl Beamte den Ort am 27. März besuchten, bleiben Fragen zur genauen Anzahl der betroffenen Tiere und zum Verbleib der Vermissten offen. Tierschutzgruppen berichten auch von ähnlichen Vorfällen im Stadtteil El Pondaje, wo Feuer in Grünflächen gelegt werden, um Katzenkolonien zu vernichten.