Japan startet erstes HTV-X-Versorgungsvehikel zur ISS

Die Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) hat das erste HTV-X, ihr neues unbemanntes Versorgungsvehikel, vom Tanegashima Space Center in der Präfektur Kagoshima gestartet, um Versorgungsgüter zur Internationalen Raumstation (ISS) zu liefern. Das HTV-X erhöht die Transportkapazität um 50 % im Vergleich zu seinem Vorgänger und kann gefrorene oder gekühlte Lebensmittel sowie Forschungsproben transportieren. Der japanische Astronaut Kimiya Yui bediente den Roboterarm der ISS, um das Fahrzeug einzufangen und anzudocken.

Das HTV-X wird tägliche Bedarfsgüter und Experimentiergeräte zu den Astronauten auf der ISS für längere Aufenthalte liefern. Japan nutzte zuvor das unbemannte Versorgungsvehikel HTV, das den Spitznamen Kounotori trägt und neun erfolgreiche Transportmissionen von 2009 bis 2020 durchführte, wodurch es das Vertrauen der USA, Europas, Russlands und anderer ISS-Partner gewann.

Der Nachfolger HTV-X erhöht die Transportkapazität auf 6 Tonnen, 50 % mehr als das HTV, und kann nun Lebensmittel, die Gefrieren oder Kühlen erfordern, sowie Forschungsproben handhaben. Es wird erwartet, dass es eine zentrale Rolle bei der Unterstützung der ISS durch zuverlässige Operationen spielt. In dieser Mission hat das HTV-X ein japanisches Gerät zur Entfernung von Kohlendioxid übertragen, dessen Leistung im Weltraum getestet werden soll. Die Entfernung von Kohlendioxid und die Wiederverwendung von Wasser sind essenziell, um das menschliche Leben im Weltraum aufrechtzuerhalten.

Im Gegensatz zu vorherigen Fahrzeugen, die nach der Lieferung durch atmosphärischen Wiedereintritt verbrannt wurden, wird das HTV-X nach der ISS für mehrere Monate im Orbit wie ein Satellit verbleiben, um verschiedene Tests durchzuführen. Dazu gehört die Messung der Orbitalausrichtung des Fahrzeugs mit bodengestützten Lasern, was Technologien zur Bewertung und Entfernung von Weltraumschrott vorantreiben könnte.

Die ISS-Betriebe sollen bis 2030 fortgesetzt werden, mit vier weiteren HTV-X-Frachtmissionen geplant. Danach werden ihre Funktionen auf eine private Raumstation übergehen, was Japan dazu veranlasst, Versorgungsfahrzeuge des privaten Sektors zu entwickeln. Das US-geführte Artemis-Programm plant eine Mondorbit-Basis, zu der das HTV-X erheblich zur Versorgungstransport beitragen soll.

Japan muss seine Rolle im Weltraumtransport stärken, um die internationale Zusammenarbeit zu unterstützen.

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