Der chinesische Regisseur Jia Zhangke sprach bei einer Podiumsdiskussion auf dem 2026 Hong Kong FilMart über den Einsatz von KI-Tools beim Filmemachen. Der Golden Rooster Roundtable am 17. März befasste sich mit der Entwicklung des chinesischen Kinos in Zeiten digitaler Intelligenz und bot Einblicke in den Markt und Diskussionen über KI.
Der 2026 Hong Kong FilMart veranstaltete Diskussionen über die Integration von KI in das Filmemachen, wobei der chinesische Autorenfilmer Jia Zhangke den Einsatz von KI in seinen Filmen während einer Diskussionsrunde ansprach, wie am 18. März berichtet wurde. Unabhängig davon fand am 17. März der Golden Rooster Roundtable mit dem Titel "Reshaping Filmmaking & Market Landscapes in the Age of Digital Intelligence" statt. Organisiert von der China Film Assn., der China Film Co-production Corp. und der Xiamen Film Administration, mit der Xiamen Film Festival Co. als Mitveranstalter, begann die Veranstaltung mit einer Einführung in die Golden Rooster Film Awards in Xiamen und einem Überblick über die Möglichkeiten des chinesischen Festland-Filmmarktes für eine globale Zusammenarbeit. Die präsentierten Daten zeigten, dass sich die Einnahmen an den Kinokassen im Jahr 2025 auf etwa 7,4 Milliarden Dollar beliefen, womit China seinen Status als zweitgrößter Markt der Welt beibehält. Im laufenden Jahr 2026 erreichten die Einnahmen 1,58 Mrd. $, ein Rückgang von 52,9 % gegenüber 2025, aber 350 Mio. $ mehr als in Nordamerika. Einheimische Filme hatten einen Marktanteil von fast 80 %, während 106 importierte Filme - ein Fünf-Jahres-Hoch - nur knapp über 20 % ausmachten. Das Publikum veränderte sich: 60 % der Käufer waren weiblich, 85 % über 25 Jahre alt, und in den Städten der dritten bis fünften Ebene betrug das Wachstum 26,2 %, 29,9 % bzw. 31,7 %. Regisseur Lu Chuan bezeichnete KI als "Partner", der die Digitalisierung beschleunigt, die Kosten senkt und die kreative Freiheit erweitert, betonte aber, dass sie die Leistungen, Interpretationen und die emotionale Tiefe der Schauspieler nicht ersetzen kann. Die ausführende Produzentin Kinnie Cheung wies auf den Wert der KI bei der frühen Konzeptplanung und der Postproduktion hin, etwa bei der Kameraplatzierung und der Integration mehrsprachiger Stimmen, und fügte hinzu: "KI kann Schauspieler nicht ersetzen." Zhou Jianmin von Huaguoshan Media sprach über die Fortschritte der KI in der Animations- und 3D-Produktion, die es chinesischer Software ermöglicht, internationale Standards zu erfüllen und gleichzeitig das unersetzliche Einfühlungsvermögen zu betonen. Der KI-Ingenieur Fong Shuai unterstrich den Bedarf an maßgeschneiderten KI-Tools für Filmemacher.