Steven Soderbergh plant umfangreichen KI-Einsatz für Film über den Spanisch-Amerikanischen Krieg

Der oscarpräämierte Regisseur Steven Soderbergh hat Pläne enthüllt, in seinem kommenden Film über den Spanisch-Amerikanischen Krieg in erheblichem Umfang künstliche Intelligenz einzusetzen. Wagner Moura ist als Hauptdarsteller für das Projekt vorgesehen, das Soderbergh als aktuelle, bislang unerzählte Geschichte beschrieb. Derzeit stellt er einen Dokumentarfilm über John Lennon und Yoko Ono fertig, in dem ebenfalls KI verwendet wird.

Steven Soderbergh teilte dem Filmmaker Magazine mit, dass er in seinem nächsten Spielfilm, der während des Spanisch-Amerikanischen Krieges Ende des 19. Jahrhunderts spielt, „sehr viel KI“ einsetzen möchte. „Es ist eine wirklich gute Geschichte, die bisher niemand so richtig erzählt hat“, sagte er. „Sie wird mit jedem Tag aktueller.“ Wagner Moura hat für die Hauptrolle unterschrieben, doch Soderbergh benötigt weitere Besetzungsmitglieder, um das Projekt zu sichern. Zwei Studios haben Interesse bekundet, wobei das Budget ein entscheidender Faktor für das weitere Vorankommen bleibt. Eine starke Besetzung würde den Film zu einem „Event“ machen und angesichts der sich wandelnden Dynamik in der Branche eher Kinostarts als Streaming-Veröffentlichungen begünstigen. Soderbergh schließt derzeit eine Dokumentation über John Lennon und Yoko Ono ab, bei der er mit KI experimentiert hat. Das Werkzeug half dabei, „thematisch surreale Bilder zu erzeugen, die eher einen Traumraum als einen buchstäblichen Raum einnehmen“ für philosophische Sequenzen. Etwa 90 % des 90-minütigen Films basieren auf Archivfotos, wobei 10 Minuten an KI-generierten Bildern über den Film verteilt sind. „Man braucht einen Doktortitel in Literatur, um der KI zu sagen, was sie tun soll“, sagte er. „Aber wie jedes andere technologische Hilfsmittel erfordert es dringend eine sehr enge menschliche Überwachung.“ Die Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Rolle der KI in Hollywood zunehmend Aufmerksamkeit erregt, nachdem die Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA kürzlich einen politischen Rahmen der Trump-Administration zu dieser Technologie befürwortet hat.

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