Gehälter von Johannesburg-Führungskräften steigen trotz rückläufiger Leistungen

Führungskräfte in der Stadt Johannesburg verdienen bis zu fast 5 Millionen Rand jährlich und übertreffen nationale Benchmarks, während die Kernservices der Stadt wie Strom, Wasser und Abfallentsorgung weiterhin deteriorieren. Eine Analyse der Budgetdaten zeigt Gehaltssteigerungen im Durchschnitt von 26 % seit 2022, weit über der Inflation und den Leitlinien des öffentlichen Sektors. Dies geschieht inmitten von Einnahmeausfällen, die die Serviceerbringung behindern.

Die Stadt Johannesburg steht zunehmend in der Kritik wegen der explodierenden Führungskräftevergütung, während die Bewohner mit versagenden Services kämpfen. Laut einer Untersuchung der mittelfristigen Haushalte der Stadt von 2022 bis 2026 haben Senior-Manager und Leiter kommunaler Einrichtungen ihre Gesamtvergütungspakete stetig gesteigert, wobei mehrere über 4 Millionen Rand liegen.

Bemerkenswerte Steigerungen umfassen einen Zuwachs von 86 % beim CEO der Johannesburg Social Housing Company, 75 % bei Metrobus, 55 % bei der Johannesburg Roads Agency, 61 % bei City Power und 48 % bei der Johannesburg Development Agency. Insgesamt sind die Führungsgehälter seit 2022 um etwa 26 % gestiegen, was die Inflation und die 3,3 %-Richtlinie für öffentliche Steigerungen übersteigt.

Nationale Vorgaben des Department of Co-operative Governance legen eine Obergrenze von 4.248.980 Rand für kommunale Manager und 3.399.184 Rand für Senior-Manager in Großstädten wie Johannesburg fest. Zum Vergleich: Präsident Cyril Ramaphosa verdient 4,2 Millionen Rand. Die Stadt betont, dass ihre kommunalen Einrichtungen nicht an diese Grenzen gebunden sind und alle Gehälter gesetzlich konform sind, doch Kritiker heben die Diskrepanz hervor.

Julia Fish von der Johannesburg Civic Alliance bemerkte: „Was wir in Südafrika sehen, ist staatlich geführte Inflation... aufgrund verzerrter Leistungsmanagementstrukturen.“ Sie wies darauf hin, dass solche Gehaltssteigerungen zu zweistelligen Tariferhöhungen beitragen, die Services unerschwinglich machen.

Die Einnahmenerhebung der Stadt liegt bei 83 % der abgerechneten Beträge, verfehlt das Ziel von 94,7 % und schafft eine Lücke von mehreren Milliarden Rand. DA-Ratsmitglied Christopher Santana nannte die Struktur der 13 Einrichtungen unhaltbar und forderte eine Überprüfung, um Vergütungen an Leistung und fiskalische Gesundheit zu knüpfen.

Stadtsprecher Nthatishi Modingoane verteidigte die Praktiken und erklärte, sie folgten nationalen Rahmenbedingungen und ministeriellen Festlegungen, mit einer 3,3 %-Steigerung für 2023/24 genehmigt. Stand November 2025 wurden für das Folgejahr keine neuen Grenzen im Amtsblatt veröffentlicht.

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